Imaginäre Brücken
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Beschrijving
Bol
Imaginäre Brücken entfaltet eine poetisch-essayistische Erkundung jener Übergänge, an denen Erinnerung, moralische Erfahrung und gesellschaftliche Wirklichkeit einander berühren. Wassermanns Prosa verbindet psychologische Genauigkeit mit symbolischer Verdichtung; der Titel benennt nicht bloß ein Motiv, sondern ein Verfahren: Zwischen Individuum und Gemeinschaft, Vergangenheit und Gegenwart, Judentum und deutscher Kultur werden gedankliche Brücken errichtet, deren Tragfähigkeit immer wieder geprüft wird. Im Kontext der literarischen Moderne erscheint das Buch als besonnene Gegenrede zu Entfremdung und geistiger Vereinzelung. Jakob Wassermann (1873-1934), in Fürth geboren und später in Wien sowie Altaussee tätig, gehörte zu den meistgelesenen deutschsprachigen Erzählern seiner Zeit. Seine Herkunft als jüdischer Autor in einer von Assimilation und Antisemitismus geprägten Gesellschaft schärfte seinen Blick für Ausgrenzung, Recht und Gewissen. Die großen Themen seiner Romane - Schuld, Wahrheit, innere Freiheit - bilden auch hier den Erfahrungsraum, aus dem die Suche nach vermittelnden Formen erwächst. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die anspruchsvolle Prosa nicht als bloße Handlung, sondern als intellektuelle und ethische Bewegung verstehen. Wer Wassermann neu entdeckt, findet einen prägnanten Zugang zu seinem Denken; wer ihn kennt, erkennt in Imaginäre Brücken eine konzentrierte Summe seiner humanistischen Kunst des Verbindens.
Imaginäre Brücken entfaltet eine poetisch-essayistische Erkundung jener Übergänge, an denen Erinnerung, moralische Erfahrung und gesellschaftliche Wirklichkeit einander berühren. Wassermanns Prosa verbindet psychologische Genauigkeit mit symbolischer Verdichtung; der Titel benennt nicht bloß ein Motiv, sondern ein Verfahren: Zwischen Individuum und Gemeinschaft, Vergangenheit und Gegenwart, Judentum und deutscher Kultur werden gedankliche Brücken errichtet, deren Tragfähigkeit immer wieder geprüft wird. Im Kontext der literarischen Moderne erscheint das Buch als besonnene Gegenrede zu Entfremdung und geistiger Vereinzelung. Jakob Wassermann (1873-1934), in Fürth geboren und später in Wien sowie Altaussee tätig, gehörte zu den meistgelesenen deutschsprachigen Erzählern seiner Zeit. Seine Herkunft als jüdischer Autor in einer von Assimilation und Antisemitismus geprägten Gesellschaft schärfte seinen Blick für Ausgrenzung, Recht und Gewissen. Die großen Themen seiner Romane - Schuld, Wahrheit, innere Freiheit - bilden auch hier den Erfahrungsraum, aus dem die Suche nach vermittelnden Formen erwächst. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die anspruchsvolle Prosa nicht als bloße Handlung, sondern als intellektuelle und ethische Bewegung verstehen. Wer Wassermann neu entdeckt, findet einen prägnanten Zugang zu seinem Denken; wer ihn kennt, erkennt in Imaginäre Brücken eine konzentrierte Summe seiner humanistischen Kunst des Verbindens.
AmazonPagina's: 80, Paperback, Sharp Ink