In Natahkis Zelt: Mein Leben als Indianer
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Beschrijving
Bol
In Natahkis Zelt führt James Willard Schultz in die Erfahrungswelt der Blackfeet ein und verbindet Abenteuererzählung, Erinnerungsprosa und ethnographische Beobachtung. Im Zentrum stehen Lagerleben, Jagd, Verwandtschaft, Rituale und die moralischen Ordnungen einer Plains-Gesellschaft, die im späten 19. Jahrhundert bereits unter kolonialem Druck steht. Schultz' Stil ist anschaulich, erzählfreudig und dialognah; zugleich gehört das Werk in den Kontext jener Grenzlandliteratur, die indigene Lebensformen dokumentiert, aber auch durch die Perspektive ihres weißen Vermittlers geprägt bleibt. Schultz, 1859 in den Vereinigten Staaten geboren, lebte viele Jahre unter den Blackfeet, erhielt den Namen Apikuni und war mit Natahki verbunden, deren Zelt im Titel zum Sinnbild intimer kultureller Nähe wird. Seine Biographie als Händler, Jäger, Erzähler und späterer Schriftsteller erklärt die Mischung aus persönlichem Zeugnis, Bewunderung und dokumentarischem Anspruch. Gerade diese Nähe macht das Buch reich, verlangt jedoch auch ein waches historisches Bewusstsein für seine Zeitgebundenheit. Empfohlen sei In Natahkis Zelt allen Leserinnen und Lesern, die nordamerikanische Indigenous Studies, Kulturgeschichte der Plains oder literarische Grenzräume erkunden möchten. Das Buch bietet keine neutrale Anthropologie, wohl aber eine eindrucksvolle, quellennahe und erzählerisch kraftvolle Annäherung an eine bedrohte Lebenswelt.
In Natahkis Zelt führt James Willard Schultz in die Erfahrungswelt der Blackfeet ein und verbindet Abenteuererzählung, Erinnerungsprosa und ethnographische Beobachtung. Im Zentrum stehen Lagerleben, Jagd, Verwandtschaft, Rituale und die moralischen Ordnungen einer Plains-Gesellschaft, die im späten 19. Jahrhundert bereits unter kolonialem Druck steht. Schultz' Stil ist anschaulich, erzählfreudig und dialognah; zugleich gehört das Werk in den Kontext jener Grenzlandliteratur, die indigene Lebensformen dokumentiert, aber auch durch die Perspektive ihres weißen Vermittlers geprägt bleibt. Schultz, 1859 in den Vereinigten Staaten geboren, lebte viele Jahre unter den Blackfeet, erhielt den Namen Apikuni und war mit Natahki verbunden, deren Zelt im Titel zum Sinnbild intimer kultureller Nähe wird. Seine Biographie als Händler, Jäger, Erzähler und späterer Schriftsteller erklärt die Mischung aus persönlichem Zeugnis, Bewunderung und dokumentarischem Anspruch. Gerade diese Nähe macht das Buch reich, verlangt jedoch auch ein waches historisches Bewusstsein für seine Zeitgebundenheit. Empfohlen sei In Natahkis Zelt allen Leserinnen und Lesern, die nordamerikanische Indigenous Studies, Kulturgeschichte der Plains oder literarische Grenzräume erkunden möchten. Das Buch bietet keine neutrale Anthropologie, wohl aber eine eindrucksvolle, quellennahe und erzählerisch kraftvolle Annäherung an eine bedrohte Lebenswelt.
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