Theorien zur Bildung reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, als Philosophen über die Praktikabilität formaler Bildung diskutierten. Im Zuge dieser Debatten traten bestimmte Vorstellungen über die menschliche Natur und das Kind in den Vordergrund und beeinflussten die Gestaltung von Schullehrplänen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, zwei aktuelle Bildungssysteme (nämlich den traditionellen Lehrplan und den Montessori-Lehrplan) zu analysieren, um ihre Wirksamkeit bei der Schaffung einer positiven Lernerfahrung für die Schüler zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurden Interviews mit 10 Erwachsenen im Hochschulalter (M = 23 Jahre) durchgeführt; fünf von ihnen hatten ein traditionelles Schulprogramm durchlaufen, fünf ein Montessori-Programm. Die qualitativen Daten wurden mithilfe des Grounded-Theory-Ansatzes analysiert, um drei gemeinsame Einflussfaktoren aufzudecken: die Qualität der Lehrkräfte, Entscheidungsfreiheit/Autonomie und die Klassengröße. Obwohl diese Faktoren nicht lehrplanspezifisch sind, zeigt eine weitere Untersuchung der zentralen Montessori-Prinzipien, dass die Methode ein größeres Potenzial hat, positive Lernerfahrungen zu ermöglichen, da der Lehrplan von Grund auf die Entwicklung des Kindes in jeder Phase berücksichtigt.
AmazonPagina's: 96, Paperback, Verlag Unser Wissen
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