In dieser Arbeit werden wir anhand einer Literaturrecherche den Nutzen von intraartikulären Injektionen von Kortikosteroiden und plättchenreichem Plasma (PRP) bei der konservativen Behandlung von Hallux Limitus/Rigidus, einer degenerativen Erkrankung des ersten Metatarsophalangealgelenks, die die Dorsalflexion einschränkt und das Gehen beeinträchtigt. Nach einer Recherche in PubMed, Embase und Google Scholar sowie der Anwendung von Ein- und Ausschlusskriterien wurden die relevantesten Artikel ausgewählt. Die Ergebnisse zeigen, dass Kortikosteroide insbesondere in frühen Stadien eine kurzfristige Linderung der Symptome bewirken, wobei der Nutzen selten länger als drei Monate anhält, während die Evidenz für PRP als isolierte Injektion spärlich und wenig aussagekräftig ist und sich auf eine einzige Studie beschränkt, in der es in Kombination mit einer Operation und einem Implantat angewendet wurde. PRP zeichnet sich jedoch durch sein regeneratives und entzündungshemmendes Potenzial aus. Es wird der Schluss gezogen, dass es keine qualitativ hochwertigen Studien gibt, die beide Therapien direkt vergleichen, dass das Fehlen standardisierter PRP-Protokolle deren Zuverlässigkeit einschränkt und dass randomisierte klinische Studien erforderlich sind, um therapeutische Entscheidungen bei dieser Erkrankung zu leiten.
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