Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine komplexe, multifaktorielle endokrine und metabolische Störung, die Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Es umfasst ein Spektrum an Manifestationen wie Menstruationsunregelmäßigkeiten, chronische Anovulation, Hyperandrogenismus, Unfruchtbarkeit und Stoffwechselstörungen. PCOS wurde erstmals 1935 von Stein und Leventhal beschrieben. Die genaue Ätiologie bleibt jedoch unklar. Heute wird PCOS als eine Konstellation miteinander verbundener Stoffwechsel-, Hormon- und Fortpflanzungsstörungen verstanden, die von Person zu Person unterschiedlich sind.Die diagnostischen Kriterien haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Am häufigsten werden die Rotterdam-Kriterien (2003) verwendet, die zwei der folgenden Kriterien erfordern: Oligo- oder Anovulation, klinischer oder biochemischer Hyperandrogenismus und polyzystische Ovarialmorphologie im Ultraschall, nach Ausschluss verwandter Erkrankungen. Andere Kriterien, darunter NIH (1990) und Androgen Excess Society (2006), tragen ebenfalls zur diagnostischen Variabilität bei und spiegeln die Heterogenität von PCOS wider.
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