Denis Diderot: Jacques der Fatalist und sein Herr Erstdruck: In 2 Bänden: Paris 1796. Hier nach der Übersetzung von Wilhelm Christhelf Sigmund Mylius, Frankfurt am Main: Insel-Verlag, 1961. Auch erschienen under dem deutschen Titel »Jacques der Fatalist und sein Herr« und »Jakob und sein Herr«. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Textgrundlage ist die Ausgabe: Diderot, Denis: Jakob und sein Herr. Übers. v. W[ilhelm] Chr[isthelf] Mylius, Frankfurt am Main: Insel-Verlag, 1961. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Pietro Longhi, Die Ankunft des Edelmannes, um 1770. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Bol PartnerDenis Diderot, der vielleicht klügste, sicher aber heiterste und menschlichste der französischen Aufklärer, schenkte uns mit seinem Roman 'Jacques der Fatalist und sein Herr' die Summe seiner ironischen Beschäftigung mit Philosophie und Ästhetik. Diderot sprüht vor Erzähllust und schickt sein Protagonistenpaar, das an Don Quijote und Sancho Pansa erinnert, auf eine Reise durch Frankreich. Die beiden erörtern auf geistreiche Weise unablässig philosophische Fragen während sie reiten und rasten, in Wirtshäusern einkehren, dort mit anderen reden und bis tief in die Nacht Wein trinken. Hinrich Schmidt-Henkel schöpft in seiner Neuübersetzung die Lakonie und den pointierten Rhythmus des Originals voll aus und bietet dem Leser die Möglichkeit, Diderot als Zeitgenossen zu lesen
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