Die Säuglingssterblichkeitsrate in Ghana ist im Laufe der Jahre von 80 pro 1000 gesunken. Seit 2003 wurde kein Todesfall aufgrund von Masern mehr verzeichnet, und seit November 2008 gab es keine Meldung über das wilde Poliovirus mehr. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Ghana große Anstrengungen unternimmt, um den Gesundheitszustand seiner Bevölkerung, insbesondere der Kinder, zu verbessern. Ghana gehörte zu den ersten GAVI-förderfähigen Ländern, die 2012 zwei neue Impfstoffe (Pneumokokken- und Rotavirus-Impfstoffe) gleichzeitig einführten, und gewann beim GAVI-Partnertreffen zwei von acht Auszeichnungen. Allerdings bestehen weiterhin große Unterschiede im Gesundheitszustand zwischen armen und reichen Ghanaern. Laut MICS 2011 sterben in den ärmsten Gemeinden doppelt so viele Kinder unter fünf Jahren pro 1.000 Lebendgeburten wie in den reichsten. Es wurde auch festgestellt, dass sich die Ungleichheit bei der Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren zwischen den Reichsten und den Ärmsten vergrößert hat, wobei prognostiziert wird, dass diejenigen im reichsten Quintil die MDG-Ziele - nun SDGs - eher erreichen werden. Es gab zudem geografische Unterschiede bei der Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren: In städtischen Gebieten lag sie bei 72 pro 1.000 Lebendgeburten, in ländlichen Gebieten bei 94 pro 1.000 Lebendgeburten.
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