Jeremias: Eine dramatische Dichtung in neun Bildern
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Beschrijving
Bol
Stefan Zweigs Jeremias: Eine dramatische Dichtung in neun Bildern gestaltet den biblischen Untergang Jerusalems als geistiges Drama der Warnung, Verblendung und inneren Rettung. In streng komponierten Bildern folgt das Stück dem Propheten, dessen Wahrheit gegen patriotische Erregung, Machtpolitik und Kriegsrausch ohnmächtig scheint. Der Stil verbindet hymnische Sprache, symbolistische Verdichtung und klassische Bühnendisziplin; im Kontext des Ersten Weltkriegs wird der antike Stoff zu einer pazifistischen Parabel über Niederlage, Exil und die unzerstörbare Würde des Geistes. Zweig, 1881 in Wien geboren, war ein jüdisch-österreichischer Humanist, Europäer und Meister psychologischer Zuspitzung. Seine Erfahrung der Kriegsjahre, seine Skepsis gegenüber nationaler Begeisterung und sein Vertrauen in Kultur als übernationale Bindung prägen dieses Werk. Jeremias ist weniger historische Rekonstruktion als Selbstbekenntnis eines Autors, der im Propheten den einsamen Zeugen gegen kollektive Blindheit erkannte. Dieses Drama empfiehlt sich Lesern, die biblische Stoffe, politische Ethik und literarische Formkunst zusammendenken möchten. Es bietet keine bequeme Heldenerzählung, sondern eine ernsthafte Meditation über Verantwortung, Wahrheit und Hoffnung nach der Katastrophe.
Stefan Zweigs Jeremias: Eine dramatische Dichtung in neun Bildern gestaltet den biblischen Untergang Jerusalems als geistiges Drama der Warnung, Verblendung und inneren Rettung. In streng komponierten Bildern folgt das Stück dem Propheten, dessen Wahrheit gegen patriotische Erregung, Machtpolitik und Kriegsrausch ohnmächtig scheint. Der Stil verbindet hymnische Sprache, symbolistische Verdichtung und klassische Bühnendisziplin; im Kontext des Ersten Weltkriegs wird der antike Stoff zu einer pazifistischen Parabel über Niederlage, Exil und die unzerstörbare Würde des Geistes. Zweig, 1881 in Wien geboren, war ein jüdisch-österreichischer Humanist, Europäer und Meister psychologischer Zuspitzung. Seine Erfahrung der Kriegsjahre, seine Skepsis gegenüber nationaler Begeisterung und sein Vertrauen in Kultur als übernationale Bindung prägen dieses Werk. Jeremias ist weniger historische Rekonstruktion als Selbstbekenntnis eines Autors, der im Propheten den einsamen Zeugen gegen kollektive Blindheit erkannte. Dieses Drama empfiehlt sich Lesern, die biblische Stoffe, politische Ethik und literarische Formkunst zusammendenken möchten. Es bietet keine bequeme Heldenerzählung, sondern eine ernsthafte Meditation über Verantwortung, Wahrheit und Hoffnung nach der Katastrophe.
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