Dieses Buch untersucht, wie Russlands großangelegte Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 die Sicherheitslandschaft Osteuropas grundlegend verändert und breitere systemische Veränderungen in der internationalen Ordnung beschleunigt hat. Es argumentiert, dass der Krieg ein struktureller Wettbewerb um Macht und regionale Ordnung ist, der eher latente Spannungen nach dem Kalten Krieg offenbart als eine isolierte Störung. Unter Verwendung des strukturellen Realismus, der Theorie des Sicherheitsdilemmas und der Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes analysiert die Studie, wie militärische Gewalt, Bündnispolitik und strategische Wahrnehmungen zusammenwirken, um den geopolitischen Raum neu zu gestalten. Es untersucht Russlands strategisches Verhalten, die sich entwickelnde Haltung der NATO, die geostrategische Anpassung der Europäischen Union und entstehende autoritäre Allianzen und hebt hervor, wie Machtumverteilung, institutioneller Zusammenhalt und Vorwärtsverteidigungsmaßnahmen die regionale Sicherheit neu definieren. Letztendlich zeigt das Buch, dass sich Osteuropa von einer Illusion der Stabilität zu einem umkämpften Umfeld entwickelt hat, in dem dauerhafte Sicherheit von kontinuierlichem strategischem, institutionellem und diplomatischem Management abhängt.
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