Kunst zu sammeln und Kunst in Auftrag zu geben gehörte seit Ende des 19. Jahrhundert zu den Aktivitäten eines zu Wohlstand und Reputation gekommenen Industriebürgertums. Auch Hermann Bahlsen, der Gründer der Keksfabrik in Hannover begründete nach 1900 eine private Sammlung von Gemälden, Plastiken, Gobelins, und kunsthandwerklichen Objekten. Ganz im Geiste des Deutschen Werkbundes wollte der Sammler und Mäzen zwei Welten verbinden, die bis dahin streng voeinander getrennt existierten: die Kunst und die Arbeitswelt.Die nachfolgende Generation führte seine Ideen fort. Doch die kuntspolitischen Bedingungen und der Zeitgeist hatten sich nach 1933 und nocheinmal nach 1945 grundlegend verändert. Karin Hartewig, Dr. phil. (Jg. 1959), ist freiberufliche Historikerin und Autorin. Sie lebt in der Nähe von Göttingen.
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