Legasthenie, Sprachkompetenz und Automatisierung beim Erlernen einer Zweitsprache
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Bol
Für manche gilt es als "allgemein bekannt", dass legasthene Studierende eine Fremdsprache nicht beherrschen können, "weil" sie ihre Muttersprache nicht beherrschen. Dr. Le Juens Buch beschreibt theoretische und empirische Forschungen zu dieser Annahme und sucht nach anderen Erklärungsansätzen für die Schwierigkeiten legasthener Studierender beim Fremdsprachenlernen. Er untersucht die Begriffe "Automatisierung" und "Kompetenz", wie sie in der Literatur zu Legasthenie und Sprachkompetenztests getrennt voneinander verwendet werden, und setzt diese Begriffe zudem in direkten Bezug zu Konzepten des Zweitsprachenunterrichts und -erwerbs, die die aktuelle Praxis prägen. Die triangulierte qualitative Forschung zu diesen Themen machte epistemologische und phronetische Anpassungen des Forschungsprozesses erforderlich; insbesondere, um mögliche Widersprüche zwischen den in der Literatur zu Sprachlernen, Sprachtests, Legasthenie und Fachwissen zum Ausdruck gebrachten Auffassungen aufzudecken, indem diese den Erfahrungsberichten der Studierenden und seinen eigenen als Forscher gegenübergestellt wurden. Seine Forschung legt nahe, dass Handlungsfähigkeit ein entscheidender prädeterminierender Faktor für Automatisierung und Kompetenz beim Erlernen bzw. Erwerb einer Zweitsprache ist.
Für manche gilt es als "allgemein bekannt", dass legasthene Studierende eine Fremdsprache nicht beherrschen können, "weil" sie ihre Muttersprache nicht beherrschen. Dr. Le Juens Buch beschreibt theoretische und empirische Forschungen zu dieser Annahme und sucht nach anderen Erklärungsansätzen für die Schwierigkeiten legasthener Studierender beim Fremdsprachenlernen. Er untersucht die Begriffe "Automatisierung" und "Kompetenz", wie sie in der Literatur zu Legasthenie und Sprachkompetenztests getrennt voneinander verwendet werden, und setzt diese Begriffe zudem in direkten Bezug zu Konzepten des Zweitsprachenunterrichts und -erwerbs, die die aktuelle Praxis prägen. Die triangulierte qualitative Forschung zu diesen Themen machte epistemologische und phronetische Anpassungen des Forschungsprozesses erforderlich; insbesondere, um mögliche Widersprüche zwischen den in der Literatur zu Sprachlernen, Sprachtests, Legasthenie und Fachwissen zum Ausdruck gebrachten Auffassungen aufzudecken, indem diese den Erfahrungsberichten der Studierenden und seinen eigenen als Forscher gegenübergestellt wurden. Seine Forschung legt nahe, dass Handlungsfähigkeit ein entscheidender prädeterminierender Faktor für Automatisierung und Kompetenz beim Erlernen bzw. Erwerb einer Zweitsprache ist.
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