Leibnitz' Monadologie ist eine der dichtesten Darstellungen der frühneuzeitlichen Metaphysik: In knappen Lehrsätzen entwickelt sie die Lehre von den Monaden, einfachen, nicht ausgedehnten Substanzen, deren innere Vorstellungen die Ordnung der Welt spiegeln. Der Text verbindet scholastische Begriffsschärfe mit rationalistischer Systematik und steht im Kontext der großen Debatten über Substanz, Seele, Freiheit, Kausalität und göttliche Vorsehung. Gottfried Wilhelm Leibniz, Universalgelehrter, Jurist, Mathematiker, Diplomat und Philosoph, schrieb aus einer außergewöhnlichen Erfahrung intellektueller Vermittlung heraus. Seine Arbeiten zur Infinitesimalrechnung, Logik, Theologie und Naturwissenschaft prägten sein Bedürfnis, Mechanik und Geist, Wissenschaft und Religion, individuelle Perspektive und kosmische Harmonie in einem einheitlichen Modell zu denken. Die Monadologie erscheint so als konzentrierte Summe seines lebenslangen Strebens nach Ordnung im Mannigfaltigen. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die den architektonischen Anspruch der klassischen Philosophie verstehen wollen. Trotz seiner Kürze verlangt es genaue Lektüre, belohnt aber mit einem eindrucksvollen Einblick in ein Denken, das moderne Fragen nach Bewusstsein, Weltbezug und Systemzusammenhang vorwegnimmt. Für Studierende, Forschende und philosophisch interessierte Leser ist es ein unverzichtbarer Schlüsseltext.
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