Malaeska; or, The Indian Wife of the White Hunter erzählt die tragische Geschichte einer indigenen Frau, ihrer Verbindung mit einem weißen Jäger und des Sohnes, der zwischen Herkunft, Begehren und gesellschaftlicher Ausgrenzung zerrieben wird. Der Roman verbindet Frontier-Romance, sentimentale Melodramatik und moralische Erzählkunst. Als erster Band der Beadle's Dime Novels von 1860 steht er am Beginn einer neuen Massenliteratur, greift jedoch auf ältere Erzählmuster der 1830er Jahre zurück. Ann S. Stephens, eine produktive amerikanische Schriftstellerin und Herausgeberin des 19. Jahrhunderts, bewegte sich souverän in den literarischen Märkten ihrer Zeit. Ihre Erfahrung mit Zeitschriften, Fortsetzungsromanen und populären Genres prägte Malaeska deutlich: Sie schrieb für ein breites Publikum, verband Spannung mit Gefühl und reflektierte zugleich zeitgenössische Vorstellungen von Geschlecht, Familie, Rasse und nationaler Identität, wenn auch aus den Begrenzungen ihrer Epoche heraus. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die die Entstehung populärer amerikanischer Literatur verstehen möchten. Trotz problematischer Stereotype ist Malaeska ein aufschlussreiches Dokument kultureller Imagination: bewegend, historisch bedeutsam und unverzichtbar für Studien zu Dime Novels, Frontier-Mythen und sentimentaler Prosa.
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