Maxim Gorki: Gesammelte Erzählungen

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Bol Maxim Gorki: Gesammelte Erzählungen versammelt jene Prosa, in der sich der russische Realismus an der Schwelle zur Moderne radikal erweitert: Landstreicher, Arbeiter, Außenseiter und gedemütigte Existenzen treten nicht als bloße Milieustudien auf, sondern als Träger eines eigensinnigen moralischen Bewusstseins. Gorkis Sprache verbindet reportagehafte Genauigkeit mit pathetischer Verdichtung; sie sucht im Elend nicht Sentimentalität, sondern Konflikt, Würde und historische Bewegung. Maxim Gorki, 1868 als Alexei Peschkow geboren, kannte Armut, frühe Arbeit, Wanderschaft und gesellschaftliche Ausgrenzung aus eigener Erfahrung. Diese biographische Nähe zu den unteren Schichten prägte seine literarische Aufmerksamkeit ebenso wie sein politisches Engagement im Umfeld der revolutionären Bewegungen Russlands. Seine Erzählungen entstehen aus der Spannung zwischen persönlicher Erinnerung, sozialer Anklage und dem Glauben an die gestaltende Kraft des Menschen. Diese Sammlung empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die russische Literatur nicht nur als psychologische Tiefenkunst, sondern als Untersuchung gesellschaftlicher Wirklichkeit begreifen wollen. Sie zeigt Gorki vor der Kanonisierung: scharf beobachtend, unruhig, mitunter herb, doch stets getragen von humanistischer Energie. Wer Tschechow, Tolstoi oder Dostojewski kennt, findet hier eine notwendige, proletarisch grundierte Gegenstimme.

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Maxim Gorki: Gesammelte Erzählungen versammelt jene Prosa, in der sich der russische Realismus an der Schwelle zur Moderne radikal erweitert: Landstreicher, Arbeiter, Außenseiter und gedemütigte Existenzen treten nicht als bloße Milieustudien auf, sondern als Träger eines eigensinnigen moralischen Bewusstseins. Gorkis Sprache verbindet reportagehafte Genauigkeit mit pathetischer Verdichtung; sie sucht im Elend nicht Sentimentalität, sondern Konflikt, Würde und historische Bewegung. Maxim Gorki, 1868 als Alexei Peschkow geboren, kannte Armut, frühe Arbeit, Wanderschaft und gesellschaftliche Ausgrenzung aus eigener Erfahrung. Diese biographische Nähe zu den unteren Schichten prägte seine literarische Aufmerksamkeit ebenso wie sein politisches Engagement im Umfeld der revolutionären Bewegungen Russlands. Seine Erzählungen entstehen aus der Spannung zwischen persönlicher Erinnerung, sozialer Anklage und dem Glauben an die gestaltende Kraft des Menschen. Diese Sammlung empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die russische Literatur nicht nur als psychologische Tiefenkunst, sondern als Untersuchung gesellschaftlicher Wirklichkeit begreifen wollen. Sie zeigt Gorki vor der Kanonisierung: scharf beobachtend, unruhig, mitunter herb, doch stets getragen von humanistischer Energie. Wer Tschechow, Tolstoi oder Dostojewski kennt, findet hier eine notwendige, proletarisch grundierte Gegenstimme.


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  • 9788028377618
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