Diese Studie vergleicht, wie die Medien die Erdbeben von 2010 in Chile und Haiti dargestellt haben. In der Katastrophenforschung gibt es umfangreiche Untersuchungen zum Thema "Medien-Framing", und viele dieser Studien kommen zu dem Schluss, dass die Medien Katastrophen ungenau darstellen und den Fokus stärker auf menschliche Verluste und Zerstörung legen, als dies tatsächlich der Fall ist. Frühere Untersuchungen kamen zudem zu dem Schluss, dass die Medien durch ihre Berichterstattung die Schlussfolgerungen ihres Publikums über ein Ereignis beeinflussen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen dieser Studie eine Inhaltsanalyse der Artikel der "New York Times" im Anschluss an beide Ereignisse durchgeführt, und aus dieser Analyse ergab sich ein besseres Verständnis dafür, wie die Erdbeben von den Medien dargestellt wurden. Es gab einen deutlichen Kontrast in der Berichterstattung über die beiden Erdbeben: Haiti wurde durch Beschreibungen von unorganisiertem Chaos und Tod als "Hölle auf Erden" dargestellt, während Chile so dargestellt wurde, dass eine zwar ineffiziente und langsame, aber organisierte Reaktion nach dem Erdbeben deutlich wurde. Da beide Ereignisse zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit noch sehr aktuell waren, gab es bislang kaum Untersuchungen dazu, wie die Medien sie dargestellt haben; daher leistet diese Studie einen wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis der Sichtweisen, die die Medien ihrem Publikum vermittelt haben.
AmazonPagina's: 60, Paperback, Verlag Unser Wissen
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