Mensch gegen Mensch: Der Kampf
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Beschrijving
Bol
Ernst Weiß' "Mensch gegen Mensch", erschienen im Schatten des Ersten Weltkriegs, entfaltet ein schonungsloses Panorama menschlicher Gegnerschaft: private Bindungen, gesellschaftliche Ordnungen und moralische Gewissheiten geraten unter den Druck von Angst, Macht und Schuld. Der Roman verbindet psychologische Tiefenbohrung mit expressionistischer Zuspitzung; seine knappe, nervöse Prosa registriert körperliche Symptome ebenso genau wie seelische Verwerfungen. Im Kontext der österreichisch-deutschen Nachkriegsliteratur steht das Buch für eine Moderne, die den Zerfall humanistischer Gewissheiten nicht beklagt, sondern analytisch ausstellt. Ernst Weiß, 1882 in Brünn geboren, war Arzt, jüdischer Intellektueller und einer der präzisesten Prosaisten seiner Generation. Seine medizinische Ausbildung, seine Erfahrung als Militärarzt und seine Nähe zu Franz Kafka schärften den Blick für Grenzsituationen, Abhängigkeiten und die rätselhafte Gewalt im Inneren des Menschen. Weiß schrieb aus einer historischen Lage heraus, in der Krankheit, Krieg und soziale Desintegration nicht Metaphern, sondern konkrete Erfahrungen waren. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht als Trost, sondern als Erkenntnisinstrument begreifen. "Mensch gegen Mensch" ist ein intensiver, verstörend aktueller Roman über Konflikt, Verantwortung und die fragile Konstruktion des Ichs.
Ernst Weiß' "Mensch gegen Mensch", erschienen im Schatten des Ersten Weltkriegs, entfaltet ein schonungsloses Panorama menschlicher Gegnerschaft: private Bindungen, gesellschaftliche Ordnungen und moralische Gewissheiten geraten unter den Druck von Angst, Macht und Schuld. Der Roman verbindet psychologische Tiefenbohrung mit expressionistischer Zuspitzung; seine knappe, nervöse Prosa registriert körperliche Symptome ebenso genau wie seelische Verwerfungen. Im Kontext der österreichisch-deutschen Nachkriegsliteratur steht das Buch für eine Moderne, die den Zerfall humanistischer Gewissheiten nicht beklagt, sondern analytisch ausstellt. Ernst Weiß, 1882 in Brünn geboren, war Arzt, jüdischer Intellektueller und einer der präzisesten Prosaisten seiner Generation. Seine medizinische Ausbildung, seine Erfahrung als Militärarzt und seine Nähe zu Franz Kafka schärften den Blick für Grenzsituationen, Abhängigkeiten und die rätselhafte Gewalt im Inneren des Menschen. Weiß schrieb aus einer historischen Lage heraus, in der Krankheit, Krieg und soziale Desintegration nicht Metaphern, sondern konkrete Erfahrungen waren. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht als Trost, sondern als Erkenntnisinstrument begreifen. "Mensch gegen Mensch" ist ein intensiver, verstörend aktueller Roman über Konflikt, Verantwortung und die fragile Konstruktion des Ichs.
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