Jedes Buch vertritt einen Standpunkt. Das Gegenteil zu behaupten, wäre eine Form intellektueller Unehrlichkeit, die sich diese Arbeit nicht erlaubt. "Humanos en Beta" steht in der Tradition des kritischen Denkens im Bildungsbereich - einer Tradition, die die Pädagogik der Befreiung von Paulo Freire, die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, den foucaultschen Poststrukturalismus und die zeitgenössischen Überlegungen von Denkern wie Byung-Chul Han, Zygmunt Bauman und Bernard Stiegler über die conditio humana im digitalen Zeitalter. Diese Position impliziert ein systematisches methodisches Misstrauen gegenüber dem vorherrschenden Diskurs über Bildungsinnovation: jenem Diskurs, der von digitaler Transformation, Kompetenzen des 21. Jahrhunderts und personalisiertem Lernen mit derselben werblichen Leichtigkeit spricht, mit der ein neues Handymodell beworben wird. Nicht, weil diesen Begriffen der Inhalt fehlen würde, sondern weil sie ihrer kritischen Spannung beraubt wurden, bis sie zu Instrumenten der Legitimation politischer Maßnahmen geworden sind, die häufig Interessen dienen, die weder denen der Lernenden noch denen der Lehrenden entsprechen. Die Postmoderne - ein Konzept, das sich wie ein roter Faden durch dieses Buch zieht.
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