Ein Mikro-Luftfahrzeug (MAV) mit schlagenden Flügeln in der Größe eines Vogels oder Insekts, dessen Spannweite in der Größenordnung von wenigen Zentimetern liegt, lässt sich heute physisch weder bauen noch fliegen; es kann jedoch mithilfe numerischer Simulationsverfahren am Computer entworfen, getestet, geflogen und untersucht werden. Während die Fertigstellung eines Entwurfs im Falle von MAVs von großer Bedeutung ist, ist das Verständnis der Strömungsfeldumgebung, in der MAVs fliegen, eine ebenso wichtige Voraussetzung. Die Strömungsfelder, denen Mikrofluggeräte ausgesetzt sind, sind grundsätzlich instabil - unabhängig davon, ob es sich um Starrflügel-, Drehflügel- oder Flügelschlagkonfigurationen handelt. Die Erzeugung eines hohen Auftriebs ist typischerweise das Ergebnis instabiler Strömungsphänomene beim Flügelschlagflug kleiner Vögel und Insekten. Neben einem guten Verständnis der Strömungsumgebung eines MAV erfordert auch die Erforschung seiner aerodynamischen Eigenschaften eine Untersuchung. Diese Eigenschaften haben großen Einfluss auf die Konstruktion eines MAV-Prototyps, der den Anforderungen einer bestimmten Anwendung gerecht werden soll. Als ersten Schritt zur Erforschung der Strömungsumgebung und zur Berechnung der aerodynamischen Eigenschaften eines kleineren MAV haben wir ein MAV mit starren Tragflächen ausgewählt, für das eine Untersuchung unter Berücksichtigung eines dreidimensionalen Strömungsfeldes durchgeführt wird.
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