Das molekulare Docking ist eine In-silico-Technik, mit der die Bindungsorientierung kleiner Wirkstoffkandidaten an ihre Rezeptorziele vorhergesagt wird, um die Affinität und Aktivität des Wirkstoffs zu bestimmen. Eine Bindungsinteraktion zwischen einem niedermolekularen Liganden und einem Rezeptor kann zur Aktivierung oder Hemmung des Rezeptors führen. Im vorliegenden Fall soll eine Docking-Analyse von aus Hafer gewonnenen bioaktiven Verbindungen am aktiven Zentrum der Aldosereduktase und des Histamin-H1-Rezeptors durchgeführt werden, um das wahrscheinliche Bindungsmodell jeweils in Bezug auf Diabetes und Juckreiz zu bestimmen. Avena sativa L., bekannt als "Gewöhnlicher Hafer", ist ein Getreide, das wegen seiner Samen angebaut wird. In Hafer haben wir 14 Phytochemikalien identifiziert; von diesen 14 bioaktiven Verbindungen erfüllten 10 die Lipinski-Kriterien, und die Docking-Untersuchungen wurden mit der kommerziellen Software Accelyrs Discovery Studio 2.1 durchgeführt. Unter den 10 Verbindungen wies Kaffeesäure den höchsten Docking-Score von 89,324 bei Diabetes und 82,793 bei Juckreiz auf sowie eine geringe Bindungslänge mit guter Wasserstoffbrückenbindung. Die Ergebnisse deuten somit darauf hin, dass Kaffeesäure zu einem wirksamen Arzneimittel gegen Diabetes und Juckreiz weiterentwickelt werden kann.
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