Die neuroendokrine Zellhyperplasie im Säuglingsalter (NEHI) ist eine seltene diffuse Lungenerkrankung, die aufgrund ihrer heterogenen Erscheinungsbilder und unbekannten Ätiologie diagnostische und prognostische Schwierigkeiten bereitet. Bei bestätigten NEHI-Fällen zeigt sich nach Durchführung einer Lungenbiopsie eine erhöhte Anzahl neuroendokriner Zellen in den Atemwegswänden. Diese Zellen stehen im Zusammenhang mit der Verzweigungsmorphogenese während des fetalen Wachstums, was zu unserer Hypothese führt, dass NEHI-Symptome mit Veränderungen in der Struktur des Atemwegsbaums bei Säuglingen korrelieren. Mithilfe volumetrischer Computertomographie-Scans werden die Atemwegsbäume der Patienten bearbeitet, um eine skelettierte Form zu erstellen. Bildregistrierungstechniken richten sowohl eine Kontrollgruppe als auch eine Patientengruppe in einem Standardkoordinatensystem aus. Die Hauptkomponentenanalyse liefert Informationen über die größten Variationsachsen, was zu einer Reihe von Parametern führt, die NEHI von der Kontrollgruppe unterscheiden. Wir stellten fest, dass das Ausmaß der Deformation des Atemwegsbaums entlang dieser Achsen mit der Atemwegsfunktion korrelierte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass statistische Formmodelle der NEHI-Lunge vielversprechend für alternative Krankheitsdiagnosen und -stratifizierungen sind.
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