Der Tschad, eines der ärmsten Länder der Welt, ist ein agro-pastorales Land mit dem größten landwirtschaftlichen Potenzial in der Sahelzone. Trotz dieses Potenzials ist das Land mit wiederkehrenden Nahrungsmittelkrisen konfrontiert. Um die Produktion im ländlichen Raum zu steigern und zu diversifizieren, hat der tschadische Staat gemeinsam mit seinen Entwicklungspartnern Organisationen, Programme und Projekte zur ländlichen Entwicklung ins Leben gerufen, deren Ziel die nachhaltige Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion unter Wahrung der Umwelt ist. So haben die Getreideengpässe im Tschad die Notwendigkeit einer nachhaltigen Landwirtschaft deutlich gemacht. Ein solcher Wandel kann jedoch nicht allein durch eine Steigerung der Produktion erreicht werden, da die bestehenden Wechselwirkungen im landwirtschaftlichen Bereich zeigen, dass diese nicht nur von den Bauern oder dem Willen des Staates abhängt, geschweige denn von bloßen technischen Innovationen in den Anbaumethoden. Der Übergang von der sogenannten traditionellen Wanderlandwirtschaft zu einer nachhaltigen Landwirtschaft erfordert einen Wandel des Produktionssystems, der nicht von heute auf morgen erfolgen kann.
AmazonPagina's: 84, Paperback, Verlag Unser Wissen
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