Nationalismus und Faschismus
Uitgelicht
|
33,99 |
Naar shop
|
|
43,41 |
Naar shop
|
Beschrijving
Bol
Unter Faschismus versteht man heute in weiten Teilen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft eine politische Ideologie, deren Kern ein populistischer Ultranationalismus sei. Bei dieser Sichtweise bleibt unterbelichtet, dass der historische Faschismus seine Ziele nicht nur mit legalen, sondern wesentlich auch mit illegalen Mitteln verfolgte und dafür umfangreiche Gewaltapparate unterhielt und einsetzte. Sie wird auch dem Aggregatcharakter des Faschismus nicht gerecht, der verschiedene Typen des Rechtsnationalismus umfasste und selbst linksnationalistische Strömungen wie den revolutionären Syndikalismus nicht ausschloss, darüber hinaus auch trans- und supranationalen Orientierungen wie dem Futurismus und diversen Rassenideologien Raum bot. In seiner auf Max Webers Herrschaftssoziologie gestützten Analyse zeigt Stefan Breuer, dass die besonderen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg nur in Italien und Deutschland einen Rahmen für ein zeitweiliges Zusammengehen dieser Bestrebungen in einer charismatisch strukturierten Patronagepartei boten, während in Frankreich und Spanien, Rumänien und Kroatien die radikale Rechte überwiegend auf Nationalismus in der einen oder anderen Form festgelegt blieb.
Unter Faschismus versteht man heute in weiten Teilen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft eine politische Ideologie, deren Kern ein populistischer Ultranationalismus sei. Bei dieser Sichtweise bleibt unterbelichtet, dass der historische Faschismus seine Ziele nicht nur mit legalen, sondern wesentlich auch mit illegalen Mitteln verfolgte und dafür umfangreiche Gewaltapparate unterhielt und einsetzte. Sie wird auch dem Aggregatcharakter des Faschismus nicht gerecht, der verschiedene Typen des Rechtsnationalismus umfasste und selbst linksnationalistische Strömungen wie den revolutionären Syndikalismus nicht ausschloss, darüber hinaus auch trans- und supranationalen Orientierungen wie dem Futurismus und diversen Rassenideologien Raum bot. In seiner auf Max Webers Herrschaftssoziologie gestützten Analyse zeigt Stefan Breuer, dass die besonderen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg nur in Italien und Deutschland einen Rahmen für ein zeitweiliges Zusammengehen dieser Bestrebungen in einer charismatisch strukturierten Patronagepartei boten, während in Frankreich und Spanien, Rumänien und Kroatien die radikale Rechte überwiegend auf Nationalismus in der einen oder anderen Form festgelegt blieb.
Bol PartnerDer Faschismus vermochte es, unterschiedlichste Ideologien zu absorbieren, so auch den Nationalismus. Warum aber geraten manche Länder mit starken nationalistischen Strömungen in den Strudel des Faschismus und andere nicht? Warum gelangt in Italien der Faschismus an die Macht, in Deutschland der Nationalsozialismus, verbleibt aber Frankreich im Rahmen demokratischer Strukturen? Stefan Breuer untersucht dies in einem Vergleich der politischen Entwicklungen in Frankreich, Italien und Deutschland vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Er setzt dabei Nationalismus und Faschismus differenziert voneinander ab und kommt so zu einem neuen Begriff, zu einem ›Idealtyp‹ des Faschismus. Will man den Wahn verstehen, der ganze Völker mit sich gerissen hat, ist man auf diese kühle Analyse angewiesen.
Productspecificaties
| EAN |
|
|---|---|
| Maat |
|
Prijshistorie
Prijzen voor het laatst bijgewerkt op: