Neues Altes
Uitgelicht
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Beschrijving
Bol
Neues Altes versammelt jene kurzen Prosastücke, Skizzen und Beobachtungsminiaturen, in denen Peter Altenberg das scheinbar Nebensächliche zum Gegenstand höchster Aufmerksamkeit erhebt. Der Titel deutet bereits das Verfahren an: Vertraute Szenen des Wiener Alltags erscheinen in überraschend neuer Beleuchtung. Altenbergs Stil ist impressionistisch, elliptisch und zugleich von moralischer Schärfe; er gehört in den Kontext der Wiener Moderne, des Feuilletons und der literarischen Momentaufnahme. Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war eine der eigentümlichsten Gestalten des Wiener Fin de Siècle. Sein Leben zwischen Kaffeehaus, Hotelzimmer, Kuraufenthalt und gesellschaftlicher Randständigkeit prägte seinen Blick auf Menschen, Dinge und Stimmungen. Nähe zu Jung-Wien, Sensibilität für weibliche Figuren, Kinder, Natur und urbane Nervosität sowie eine bewusst antibürgerliche Existenzform dürften die poetische Haltung dieses Buches wesentlich bestimmt haben. Empfohlen sei Neues Altes allen Lesern, die Literatur nicht als breit erzählte Handlung, sondern als präzise Wahrnehmungskunst verstehen. Das Buch eröffnet einen konzentrierten Zugang zu Altenbergs Ästhetik: flüchtig im Gegenstand, dauerhaft in der Wirkung, leise im Ton und doch erstaunlich modern.
Neues Altes versammelt jene kurzen Prosastücke, Skizzen und Beobachtungsminiaturen, in denen Peter Altenberg das scheinbar Nebensächliche zum Gegenstand höchster Aufmerksamkeit erhebt. Der Titel deutet bereits das Verfahren an: Vertraute Szenen des Wiener Alltags erscheinen in überraschend neuer Beleuchtung. Altenbergs Stil ist impressionistisch, elliptisch und zugleich von moralischer Schärfe; er gehört in den Kontext der Wiener Moderne, des Feuilletons und der literarischen Momentaufnahme. Peter Altenberg, eigentlich Richard Engländer, war eine der eigentümlichsten Gestalten des Wiener Fin de Siècle. Sein Leben zwischen Kaffeehaus, Hotelzimmer, Kuraufenthalt und gesellschaftlicher Randständigkeit prägte seinen Blick auf Menschen, Dinge und Stimmungen. Nähe zu Jung-Wien, Sensibilität für weibliche Figuren, Kinder, Natur und urbane Nervosität sowie eine bewusst antibürgerliche Existenzform dürften die poetische Haltung dieses Buches wesentlich bestimmt haben. Empfohlen sei Neues Altes allen Lesern, die Literatur nicht als breit erzählte Handlung, sondern als präzise Wahrnehmungskunst verstehen. Das Buch eröffnet einen konzentrierten Zugang zu Altenbergs Ästhetik: flüchtig im Gegenstand, dauerhaft in der Wirkung, leise im Ton und doch erstaunlich modern.