Dieses Werk zielt darauf ab, die Schnittstelle zwischen Neurobiologie, kognitiven Neurowissenschaften und Didaktik des mündlichen Englischunterrichts zu erweitern. In diesem Sinne ist die Neurodidaktik keine neue Unterrichtstheorie, sondern ein dynamischer Prozess, der darauf abzielt, pädagogische Praktiken an die konkreten Erkenntnisse anzupassen, die wir bis heute über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns gewonnen haben. Die Schwierigkeiten, die durch die englische Phonologie und die Beziehung zwischen Aussprache und Schreibweise entstehen, wirken oft schon ab der 3. Klasse entmutigend. Dennoch haben Neurobiologen Faktoren aufgezeigt, die diesen Lernprozess erleichtern, wie beispielsweise die Bedeutung von Emotionen, des Belohnungssystems, der exekutiven Funktionen und der kognitiven Ausdauer, die Rolle der Diagnose und des positiven Fehlers, des spiralförmigen Lernansatzes und der Wiederholung, ganz zu schweigen von den grundlegenden Interaktionen im Sprachunterricht und deren positiver Wirkung auf das Langzeitgedächtnis. Die Neurowissenschaften machen in Zusammenarbeit mit der künstlichen Intelligenz große Fortschritte, und es wäre bedauerlich, wenn die Sprachdidaktik nicht ebenfalls von diesen Fortschritten profitieren würde, um die heikle Problematik des mündlichen Englisch zu erforschen.
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