Meine erste Reihe von Überlegungen betrifft die Art und Weise, wie das Leib-Seele-Problem in den "Neurowissenschaften" verortet wird. Eine zweite Reihe von Überlegungen befasst sich mit dem Leib-Seele-Problem. Ich vertrete den "ontologischen Monismus". Die dritte Reihe betrifft die Unterscheidung zwischen Besitz und Nutzung mentaler Funktionen. Diese konzeptuellen Vorüberlegungen helfen uns meiner Ansicht nach, die Entdeckung der Spiegelneuronen (MNs) besser zu verstehen und zu erklären. Eines der besten Bücher, das über Experimente und die sich aus dieser Entdeckung ergebenden Implikationen berichtet, ist das von Rizzolatti und Sinigaglia (2006). Das zentrale Argument des Buches lautet: "Das Gehirn, das handelt, ist auch und vor allem ein Gehirn, das versteht" (ebd., S. 3). MNs stehen in den letzten Jahren im Mittelpunkt einer interdisziplinären Debatte zwischen vielen Wissenschaftlern und Philosophen über die korrekte Interpretation der zahlreichen Experimente zu MNs. Ich gehe auf einige ihrer Theorien ein. Meiner Ansicht nach steht die Aktivität von MNs in engerem Zusammenhang mit dem Verstehen zielgerichteten Verhaltens als mit intentionalen Handlungen. Auch wenn die Aktivität von MNs tatsächlich ein Mechanismus sein mag, den wir nutzen, um zielgerichtetes Verhalten zu verstehen, ist sie sicherlich nicht logisch notwendig und hinreichend für das Verstehen zielgerichteten Verhaltens.
AmazonPagina's: 64, Paperback, Verlag Unser Wissen
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