Die Ära des Staatszentrismus, in der der Staat als einziger Akteur der internationalen Beziehungen die internationale Bühne prägte, ist vorbei. Seit dem Ende des Kalten Krieges hat die Komplexität der Probleme, mit denen die Völker konfrontiert sind, dem Wohlfahrtsstaat den Garaus gemacht und den Aufstieg nichtstaatlicher Akteure (NGOs, multinationale Unternehmen usw.) begünstigt, deren Handeln die Initiativen der Staaten konterkariert, ergänzt und erheblich verstärkt. Darüber hinaus hat die Häufung von Krisen, Konflikten und Katastrophen den NGOs in der Subregion Zentralafrika einen fruchtbaren Nährboden beschert. Im Rahmen dieser sogenannten Menschenrechtsdiplomatie hat sich die vorliegende Arbeit zum Ziel gesetzt, den Begriff der Menschenrechte im Lichte des Handelns von NGOs im Katastrophenmanagement in Zentralafrika analytisch zu beleuchten. Mit der vorliegenden Studie soll eine bescheidene Reflexion über die Vorgehensweise von NGOs im Katastrophenmanagement in Zentralafrika angestoßen werden. Ebenso ist es wichtig, die Hindernisse zu untersuchen, denen diese Organisationen vor Ort begegnen, und entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.
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