In einer Zeit, in der die Öffentlichkeit von der Unterhaltungsindustrie und der "konsumierten Werbung" gesättigt scheint, was bleibt da vom demokratischen Ideal der kritischen Diskussion übrig? Dieses Werk untersucht die Entstehung und den Wandel des öffentlichen Raums, von der athenischen Agora bis zu den Herausforderungen der Moderne. Stützend auf das Werk von Jürgen Habermas analysiert der Autor den "strukturellen Zerfall" einer einst bürgerlichen Öffentlichkeit, die heute durch Medienmanipulation und Passivität der Bürger bedroht ist. Angesichts dieses Niedergangs präsentiert er die Theorie des kommunikativen Handelns als einen Weg der Neubegründung: eine Einladung, die "Lebenswelt zu dekolonisieren" durch den Gebrauch einer argumentativen Vernunft, in der nur die Kraft des besseren Arguments zählt. Die Originalität dieser Studie liegt auch in dem fruchtbaren Dialog, den sie mit großen Persönlichkeiten der Philosophie - von Kant bis Marx, von Hegel zu Locke - führt, um in einer anregenden Konfrontation mit dem Denken von Paul Ric¿ur zu münden. Letzterer hinterfragt das kommunikative Handeln als eine "politische Utopie" und stellt dem idealen Habermas'schen Konsens die Realität eines "konfliktreichen Konsenses" gegenüber.
AmazonPagina's: 92, Paperback, Verlag Unser Wissen
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