Das Vorkommen organischer Mikroverunreinigungen (OMPs) wie endokriner Disruptoren und bestimmter Arzneimittel im Wasser gibt Anlass zu großer Sorge für die Umwelt. OMPs sind in mehreren behördlichen Rahmenwerken in der Prioritätenliste der Schadstoffe aufgeführt. Die geringen Konzentrationen von OMPs (ng/L bis µg/L) erfordern den Einsatz hochentwickelter Analysegeräte. Obwohl die Techniken zum Nachweis von OMPs immer weiter voranschreiten, konzentriert sich die aktuelle Forschung aufgrund des hohen Zeit-, Kosten- und Arbeitsaufwands bei der Analyse lediglich auf eine begrenzte Anzahl wichtiger OMPs. Alternativ helfen QSAR-Modelle (Quantitative Structure-Activity Relationship), Verfahren zu screenen und geeignete Optionen vorzuschlagen, ohne dass hierfür ein erheblicher experimenteller Aufwand erforderlich ist. QSAR-Modelle sind bei Aufsichtsbehörden als Methode zur Überprüfung toxischer Chemikalien fest etabliert. Das Ziel dieser Forschung war die Entwicklung von QSAR-Modellen für die Entfernung von OMPs durch Oxidation. Neben den QSAR-Modellen wurde ein Entscheidungsunterstützungssystem (DSS) entwickelt, das auf einer multikriteriellen Analyse (MCA) unter Einbeziehung sozioökonomischer, technischer und Nachhaltigkeitsaspekte basiert. Zudem wurde eine Kombination verschiedener Wasseraufbereitungsverfahren untersucht, um eine nachhaltige Wasseraufbereitungsanlage vorzuschlagen.
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