Pieter Maritz, der Buernsohn von Transvaal
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August Niemanns "Pieter Maritz, der Buernsohn von Transvaal" entfaltet die Geschichte eines jungen Buren in Südafrika vor dem Hintergrund kolonialer Machtkämpfe, familiärer Bewährung und frontierhafter Selbstbehauptung. Der Roman verbindet Abenteuererzählung, historisierende Darstellung und zeittypische Jugendliteratur: Landschaft, Jagd, Reise und Gefahr dienen nicht bloß der Spannung, sondern auch der Vermittlung politischer und moralischer Deutungsmuster des späten 19. Jahrhunderts. Niemann, ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer mit ausgeprägtem Interesse an Weltpolitik, Technik und außereuropäischen Schauplätzen, schrieb für ein Publikum, das nach belehrender Unterhaltung verlangte. Seine Beschäftigung mit kolonialen Konflikten und nationalen Identitätsfragen dürfte die Wahl des Transvaal-Stoffes begünstigt haben. In Pieter Maritz bündelt er zeitgenössische deutsche Vorstellungen von Tapferkeit, Freiheitssinn und kultureller Fremde, ohne den dokumentarischen Gestus des historischen Romans ganz aufzugeben. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Abenteuerliteratur nicht nur als spannende Handlung, sondern als Zeugnis ihrer Entstehungszeit verstehen möchten. Es bietet Einblick in deutsche Wahrnehmungen des Burenlandes, in Erzählstrategien imperialer Epoche und in die pädagogische Funktion populärer Literatur. Gerade kritisch gelesen, bleibt der Roman ein aufschlussreiches Dokument literarischer Weltaneignung.
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August Niemanns "Pieter Maritz, der Buernsohn von Transvaal" entfaltet die Geschichte eines jungen Buren in Südafrika vor dem Hintergrund kolonialer Machtkämpfe, familiärer Bewährung und frontierhafter Selbstbehauptung. Der Roman verbindet Abenteuererzählung, historisierende Darstellung und zeittypische Jugendliteratur: Landschaft, Jagd, Reise und Gefahr dienen nicht bloß der Spannung, sondern auch der Vermittlung politischer und moralischer Deutungsmuster des späten 19. Jahrhunderts. Niemann, ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer mit ausgeprägtem Interesse an Weltpolitik, Technik und außereuropäischen Schauplätzen, schrieb für ein Publikum, das nach belehrender Unterhaltung verlangte. Seine Beschäftigung mit kolonialen Konflikten und nationalen Identitätsfragen dürfte die Wahl des Transvaal-Stoffes begünstigt haben. In Pieter Maritz bündelt er zeitgenössische deutsche Vorstellungen von Tapferkeit, Freiheitssinn und kultureller Fremde, ohne den dokumentarischen Gestus des historischen Romans ganz aufzugeben. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Abenteuerliteratur nicht nur als spannende Handlung, sondern als Zeugnis ihrer Entstehungszeit verstehen möchten. Es bietet Einblick in deutsche Wahrnehmungen des Burenlandes, in Erzählstrategien imperialer Epoche und in die pädagogische Funktion populärer Literatur. Gerade kritisch gelesen, bleibt der Roman ein aufschlussreiches Dokument literarischer Weltaneignung.
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