Das rechtliche Konzept der Schutzgebiete wurde im französischen Westafrika durch das Dekret vom 10. März 1925 eingeführt, mit dem Schutzparks eingerichtet wurden; der Erlass des Generalgouverneurs vom 16. April 1926 schuf 15 Nationalparks. In Togo basiert das Bodenrecht auf dem Dekret vom 5. Februar 1938 zur Organisation der Forstwirtschaft des Gebiets. Diese Schutzgebiete sollten so weit wie möglich von jeglichem menschlichen Kontakt ferngehalten werden; das Betreten und die Jagd sollten verboten sein. Diese staatliche Verwaltung des Schutzgebiets führte während der soziopolitischen Ereignisse der Jahre 1990-1993 zu heftigen Infragestellungen, die die Grenzen des Staates beim Schutz und der Bewirtschaftung biologischer Ressourcen aufzeigten. Diese Grenzen äußerten sich in Landansprüchen auf die unter Schutz stehenden Gebiete und der vom Staat veranlassten Ansiedlung bestimmter Bevölkerungsgruppen in bestimmten Schutzgebieten. Angesichts dieser doppelten, inkohärenten Politik der Schutzgebiete in Togo steht der Staat vor einem Dilemma. Der östliche Teil des Nationalparks Fazao-Malfakassa wurde als Rahmen für diese Studie ausgewählt.
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