Die chirurgische Behandlung der Pilonidalzyste umfasst ein breites Spektrum an Verfahren und birgt ein erhebliches Risiko für Komplikationen, Rezidive und kosmetische Folgeerscheinungen. Wir berichten über unsere Erfahrungen mit der Rotationslappenplastik (Limberg-Plastik) als Behandlungsmethode bei der Pilonidalerkrankung. Von Juni 2006 bis Mai 2013 behandelten wir in unserer Klinik 100 Patienten mit Pilonidaler Erkrankung. 9 von ihnen wurden mit der offenen Technik (Exzision und sekundäre Wundheilung) behandelt. Die übrigen 91 wurden mittels Exzision und primärem Verschluss nach der Limberg-Technik behandelt. 20 chronische Fälle ohne akute Abszessbildung; die übrigen mit akutem Abszess wurden mit primärer Limberg-Plastik behandelt. Septo-Coll-Schwamm wurde angewendet. Drainage für 48 Stunden gelegt. Antibiotika wurden 7 Tage lang verabreicht. Die Patienten wurden nach 2 Tagen entlassen und kamen alle 4 Tage zur Nachuntersuchung. Die Fäden wurden nach 14 Tagen entfernt. Der postoperative Verlauf war komplikationslos. Schmerzskala unter 2. Die Patienten konnten ab dem 2. Tag ihr normales Leben führen und nach 2-3 Wochen wieder normal arbeiten. Der Limberg-Lappen sollte als Goldstandard für die Behandlung sowohl chronischer als auch akuter Pilonidalerkrankungen angesehen werden.
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