Quentin Durward: Deutsche Ausgabe
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Beschrijving
Bol
Quentin Durward entfaltet vor dem Hintergrund des spätmittelalterlichen Frankreichs die Geschichte eines jungen schottischen Bogenschützen, der am Hof Ludwigs XI. in ein Geflecht aus Diplomatie, Verrat und dynastischer Gewalt gerät. Scotts Erzählweise verbindet antiquarische Genauigkeit mit dramatischer Spannung; ritterliche Abenteuerformeln werden durch politische Beobachtung und ironische Charakterzeichnung gebrochen. Im Kontext des historischen Romans markiert das Werk eine europäische Erweiterung seines Modells: Geschichte erscheint nicht als Kulisse, sondern als Kräftefeld konkurrierender Ordnungen. Walter Scott, Jurist, Sammler schottischer Überlieferungen und Begründer des modernen historischen Romans, schrieb aus einer doppelten Erfahrung heraus: dem Bewusstsein regionaler Tradition und dem Interesse an den Mechanismen staatlicher Macht. Seine Beschäftigung mit Chroniken, Balladen und Rechtsgeschichte schärfte den Blick für Übergangszeiten. In Quentin Durward überträgt er diese Sensibilität auf den Konflikt zwischen Feudaladel, Monarchie und entstehender Zentralgewalt. Empfohlen sei dieser Roman Lesern, die historische Fiktion nicht bloß als Kostümstück verstehen, sondern als Analyse gesellschaftlicher Umbrüche. Quentin Durward bietet lebendige Handlung, präzise Milieuschilderung und einen nüchternen Blick auf Macht. Wer Scott kennenlernen oder Europas politische Frühmoderne literarisch erkunden will, findet hier ein klug komponiertes, dauerhaft anregendes Werk.
Quentin Durward entfaltet vor dem Hintergrund des spätmittelalterlichen Frankreichs die Geschichte eines jungen schottischen Bogenschützen, der am Hof Ludwigs XI. in ein Geflecht aus Diplomatie, Verrat und dynastischer Gewalt gerät. Scotts Erzählweise verbindet antiquarische Genauigkeit mit dramatischer Spannung; ritterliche Abenteuerformeln werden durch politische Beobachtung und ironische Charakterzeichnung gebrochen. Im Kontext des historischen Romans markiert das Werk eine europäische Erweiterung seines Modells: Geschichte erscheint nicht als Kulisse, sondern als Kräftefeld konkurrierender Ordnungen. Walter Scott, Jurist, Sammler schottischer Überlieferungen und Begründer des modernen historischen Romans, schrieb aus einer doppelten Erfahrung heraus: dem Bewusstsein regionaler Tradition und dem Interesse an den Mechanismen staatlicher Macht. Seine Beschäftigung mit Chroniken, Balladen und Rechtsgeschichte schärfte den Blick für Übergangszeiten. In Quentin Durward überträgt er diese Sensibilität auf den Konflikt zwischen Feudaladel, Monarchie und entstehender Zentralgewalt. Empfohlen sei dieser Roman Lesern, die historische Fiktion nicht bloß als Kostümstück verstehen, sondern als Analyse gesellschaftlicher Umbrüche. Quentin Durward bietet lebendige Handlung, präzise Milieuschilderung und einen nüchternen Blick auf Macht. Wer Scott kennenlernen oder Europas politische Frühmoderne literarisch erkunden will, findet hier ein klug komponiertes, dauerhaft anregendes Werk.
AmazonPagina's: 312, Paperback, Sharp Ink