Als Restdentin bezeichnet man das Dentin, das während und nach der Präparation übrig bleibt. Dentin verfügt über eine ausgezeichnete Pufferkapazität, um die Auswirkungen kariogener Säuren zu neutralisieren. Die verbleibende Dentinstärke zwischen dem Grund der Kavitätenpräparation und der Pulpa ist einer der wichtigsten Faktoren für den Schutz der Pulpa vor zahlreichen Arten von Schädigungen. Die verbleibende Dentinstärke beeinflusst die Vitalität der Pulpa und das Ergebnis restaurativer Maßnahmen. Die restaurative Zahnmedizin basiert auf der Hypothese, dass eine bakterielle Infektion des demineralisierten Dentins einen operativen Eingriff erforderlich macht. Eines der Konzepte der praktischen Zahnmedizin besteht darin, mit minimalem operativem Eingriff ein günstiges Umfeld für den Kariesstopp zu schaffen. Die Empfehlung, dass eine verbleibende Dentindicke von etwa 2 mm oder eine gleichwertige Materialstärke vorhanden sein sollte, um die Pulpa vor Verletzungen oder Entzündungen zu schützen, hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Die Wurzelkanalaufbereitung gilt als der wichtigste Schritt in der endodontischen Therapie zur Entfernung von Dentin. Selbst für den erfahrensten Endodontologen ist es eine Herausforderung, eine optimale Reinigung und Formgebung zu erreichen.
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