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Reicht Strafe wirklich aus? Nach einer Straftat bleiben Opfer oft mit ihrem Schmerz allein. Täter verbüßen ihre Strafe - doch übernehmen sie dadurch wirklich Verantwortung? Und die Gesellschaft bleibt mit Konflikten zurück, die durch ein Urteil allein nicht gelöst werden. Restorative Justice eröffnet einen anderen Blick auf Gerechtigkeit. Statt ausschließlich zu fragen: "Welche Strafe hat der Täter verdient?" stellt dieser Ansatz eine andere, ebenso entscheidende Frage: "Was wurde zerstört - und was brauchen die Betroffenen, damit Heilung möglich wird?" Howard Zehr , der weltweit als Begründer der Restorative Justice gilt, führt verständlich in die Grundlagen dieses Ansatzes ein. Er zeigt, wie Verantwortung, Wiedergutmachung und Begegnung dazu beitragen können, Opfer zu stärken, Täter zur Verantwortung zu führen und Gemeinschaften zu versöhnen. Dabei bleibt das Buch nicht bei der Theorie. Anhand zahlreicher Beispiele erläutert Zehr, wie restaurative Verfahren heute eingesetzt werden. Dieses Buch gehört zu den internationalen Standardwerken über Restorative Justice. Es richtet sich an Juristinnen und Juristen, Richter, Staatsanwälte, Polizeibeamte, Mediatorinnen, Sozialarbeiter, Pädagoginnen, Studierende sowie an alle, die nach Wegen suchen, wie Gerechtigkeit mehr sein kann als Bestrafung. In Deutschland wird inzwischen in allen Bundesländern mit den Mitteln der Restorative Justice gearbeitet - etwa im Täter-Opfer-Ausgleich , in der Jugendhilfe, in Schulen, im Strafvollzug und zunehmend auch in Gemeinden und Organisationen. Dieses Buch zeigt: - warum Strafe allein häufig nicht genügt,- wie Wiedergutmachung und Verantwortung gelingen können,- weshalb Opfer, Täter und die Gemeinschaft gleichermaßen in den Blick kommen- und wie Restorative Justice weltweit neue Wege zu Gerechtigkeit und Heilung eröffnet.
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