Rex: Die Geschichte eines Hundes und zweier Menschen
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Beschrijving
Bol
Karl Hans Strobls "Rex" entfaltet eine erzählerisch dichte Studie von Macht, Instinkt und moderner Unruhe, in der der titelgebende Name weniger bloß Figur als Chiffre für Herrschaft, Zähmung und gefährdete Ordnung ist. Der Roman verbindet spannungsreiche Handlung mit jener phantastisch grundierten, bisweilen unheimlichen Atmosphäre, die Strobls Prosa kennzeichnet. In seinem literarischen Kontext steht das Werk an der Schwelle zwischen wilhelminischer Dekadenz, frühem Expressionismus und populärer Abenteuer- beziehungsweise Schauerliteratur; es fragt nach den dunklen Energien unter der Oberfläche bürgerlicher Vernunft. Karl Hans Strobl (1877-1946), aus Mähren stammend und in Prag sowie Wien literarisch geprägt, gehörte zu den markanten deutschsprachigen Erzählern des Unheimlichen im frühen 20. Jahrhundert. Seine Erfahrungen im vielsprachigen Habsburgerraum, seine Beschäftigung mit okkulten, nationalen und kulturkritischen Motiven sowie sein Sinn für dramatische Zuspitzung mögen "Rex" beeinflusst haben. Spätere politische Verstrickungen Strobls verlangen kritische Aufmerksamkeit, mindern jedoch nicht die literarhistorische Aussagekraft seiner Texte. Empfohlen sei "Rex" Leserinnen und Lesern, die Unterhaltungsliteratur nicht als Gegensatz zur Analyse begreifen. Das Buch bietet Spannung, symbolische Tiefenschichten und einen aufschlussreichen Blick auf Ängste und Ordnungsvorstellungen seiner Epoche.
Karl Hans Strobls "Rex" entfaltet eine erzählerisch dichte Studie von Macht, Instinkt und moderner Unruhe, in der der titelgebende Name weniger bloß Figur als Chiffre für Herrschaft, Zähmung und gefährdete Ordnung ist. Der Roman verbindet spannungsreiche Handlung mit jener phantastisch grundierten, bisweilen unheimlichen Atmosphäre, die Strobls Prosa kennzeichnet. In seinem literarischen Kontext steht das Werk an der Schwelle zwischen wilhelminischer Dekadenz, frühem Expressionismus und populärer Abenteuer- beziehungsweise Schauerliteratur; es fragt nach den dunklen Energien unter der Oberfläche bürgerlicher Vernunft. Karl Hans Strobl (1877-1946), aus Mähren stammend und in Prag sowie Wien literarisch geprägt, gehörte zu den markanten deutschsprachigen Erzählern des Unheimlichen im frühen 20. Jahrhundert. Seine Erfahrungen im vielsprachigen Habsburgerraum, seine Beschäftigung mit okkulten, nationalen und kulturkritischen Motiven sowie sein Sinn für dramatische Zuspitzung mögen "Rex" beeinflusst haben. Spätere politische Verstrickungen Strobls verlangen kritische Aufmerksamkeit, mindern jedoch nicht die literarhistorische Aussagekraft seiner Texte. Empfohlen sei "Rex" Leserinnen und Lesern, die Unterhaltungsliteratur nicht als Gegensatz zur Analyse begreifen. Das Buch bietet Spannung, symbolische Tiefenschichten und einen aufschlussreichen Blick auf Ängste und Ordnungsvorstellungen seiner Epoche.
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