Die Länder des Südens, insbesondere die Elfenbeinküste, greifen im Rahmen ihrer Katastrophenvorsorgepolitik häufig auf Zwangsräumungen zurück, um nach eigenen Angaben das Ziel "null Todesopfer" zu erreichen. Obwohl dies gleichbedeutend ist mit gewaltsamer Vertreibung und direkte sowie indirekte Auswirkungen auf die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerung hat, werden in verschiedenen Gemeinden dieser Länder immer wieder Zwangsräumungen durchgeführt. Und dies in einem Kontext, in dem zahlreiche afrikanische Länder das sogenannte Kampala-Übereinkommen der Afrikanischen Union ratifiziert haben, das sich mit Zwangsumsiedlungen in Afrika infolge bewaffneter Konflikte, Naturkatastrophen oder vom Menschen verursachter Katastrophen sowie Entwicklungsprojekten befasst. Aus unserer Studie geht hervor, dass an mehreren Stellen der ivorischen Küste Küstenrisiken bestehen und dass der wahre Grund dafür woanders liegt. Zudem haben wir festgestellt, dass die Vertreibung, die ohne das Angebot von Umsiedlungsorten und ohne echte Entschädigungen erfolgte, Schäden verursachte, die denen der Katastrophe selbst gleichkamen.
AmazonPagina's: 104, Paperback, Verlag Unser Wissen
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