Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte
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Beschrijving
Bol
Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte versammelt späte, erst aus dem Nachlass erschlossene Lyrik Wilhelm Buschs, in der die heitere Oberfläche seiner berühmten Bildergeschichten einer lakonischen Meditation über Täuschung, Vergänglichkeit und menschliche Selbstverkennung weicht. In knappen, metrisch geschliffenen Versen verbindet Busch pointierte Alltagssatire mit philosophischer Skepsis; sein Ton bleibt volksnah, doch hinter Reimwitz und scheinbarer Einfachheit steht eine moderne Desillusionierung, die ihn in den Kontext des bürgerlichen Realismus und des fin de siècle rückt. Wilhelm Busch (1832-1908), Zeichner, Dichter und Erzähler, wurde durch Max und Moritz zum Klassiker der komischen Literatur, war jedoch weit mehr als ein Humorist. Seine Ausbildung an Kunstakademien, seine Nähe zur Malerei, seine ländliche Herkunft in Wiedensahl und seine intensive Auseinandersetzung mit Moral, Religion und pessimistischer Weltdeutung prägten ein Werk, das menschliche Schwächen mit unbestechlicher Genauigkeit beobachtet. Dieses Buch ist Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die Busch jenseits des populären Bilderwitzes entdecken möchten. Die Gedichte zeigen einen Autor von konzentrierter sprachlicher Ökonomie, scharfem Verstand und überraschender existenzieller Tiefe. Wer deutsche Lyrik, Satire und philosophisch grundierte Lebensklugkeit schätzt, findet hier ein spätes, stilles Vermächtnis.
Schein und Sein: Nachgelassene Gedichte versammelt späte, erst aus dem Nachlass erschlossene Lyrik Wilhelm Buschs, in der die heitere Oberfläche seiner berühmten Bildergeschichten einer lakonischen Meditation über Täuschung, Vergänglichkeit und menschliche Selbstverkennung weicht. In knappen, metrisch geschliffenen Versen verbindet Busch pointierte Alltagssatire mit philosophischer Skepsis; sein Ton bleibt volksnah, doch hinter Reimwitz und scheinbarer Einfachheit steht eine moderne Desillusionierung, die ihn in den Kontext des bürgerlichen Realismus und des fin de siècle rückt. Wilhelm Busch (1832-1908), Zeichner, Dichter und Erzähler, wurde durch Max und Moritz zum Klassiker der komischen Literatur, war jedoch weit mehr als ein Humorist. Seine Ausbildung an Kunstakademien, seine Nähe zur Malerei, seine ländliche Herkunft in Wiedensahl und seine intensive Auseinandersetzung mit Moral, Religion und pessimistischer Weltdeutung prägten ein Werk, das menschliche Schwächen mit unbestechlicher Genauigkeit beobachtet. Dieses Buch ist Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die Busch jenseits des populären Bilderwitzes entdecken möchten. Die Gedichte zeigen einen Autor von konzentrierter sprachlicher Ökonomie, scharfem Verstand und überraschender existenzieller Tiefe. Wer deutsche Lyrik, Satire und philosophisch grundierte Lebensklugkeit schätzt, findet hier ein spätes, stilles Vermächtnis.