Dieses kurze Merkblatt in Form eines Plädoyers stellt eine Herausforderung an die "als selbstverständlich geltenden Annahmen" dar. Durch eine kritische Darstellung der Künstlichkeit zahlreicher Tabus im Bereich der historischen Dokumentation, gestützt auf eine Bibliografie und eine Reihe von Zitaten, soll den historischen Schulen südlich der Sahara, den Erben der kolonialen Lehre, ein Bewusstsein für den Nominalismus der Geschichte vermittelt werden. Das heißt: Die Geschichte ist eine Wissenschaft, die ein spezifisches und konkretes Wissen beansprucht, im Gegensatz zu anderen Wissenschaften, die auf abstraktes und allgemeines Wissen abzielen. Und folglich muss Geschichte anhand von Dokumenten betrieben werden, die in der jeweiligen untersuchten Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt ihrer Entwicklung verfügbar sind. Das ist die historiografische Wahrheit, über die sich Historiker einig sein müssen, wenn sie die Debatte über die Dokumentation im Zusammenhang mit der Ausübung ihrer Wissenschaft führen.
AmazonPagina's: 68, Paperback, Verlag Unser Wissen
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