Selberlebensbeschreibung Kindheitserinnerungen
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Beschrijving
Bol
Jean Pauls "Selberlebensbeschreibung - Kindheitserinnerungen" ist keine lineare Lebenschronik, sondern eine poetisch reflektierte Erinnerungsprosa, in der frühe Eindrücke, familiäre Prägungen, Schul- und Naturerfahrungen zu einer Psychologie der Kindheit verdichtet werden. Der Text verbindet autobiographische Genauigkeit mit digressivem Witz, empfindsamer Innenschau und philosophischer Selbstbeobachtung; er steht damit zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Frühromantik und erläutert zugleich die Quellen von Jean Pauls späterer Erzählkunst. Jean Paul, geboren 1763 als Johann Paul Friedrich Richter in Wunsiedel, wuchs in kleinbürgerlich-protestantischen Verhältnissen auf, geprägt von Bildungsstreben, materieller Enge und intensiver Lektüre. Die Erfahrungen des Pfarrhauses, des Provinzlebens und einer oft prekären Jugend wurden für ihn zu einem lebenslangen ästhetischen Reservoir. Seine Neigung, das Komische mit dem Erhabenen und das Private mit dem Weltanschaulichen zu verbinden, erklärt den besonderen Ton dieser Selbstdeutung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Jean Paul nicht nur als humoristischen Romancier, sondern als genauen Analytiker des werdenden Ichs kennenlernen möchten. Es bietet einen konzentrierten Zugang zu seiner Bildwelt, seiner Sprachphantasie und seiner Vorstellung, dass Kindheit nicht bloß Ursprung, sondern geistige Landschaft des ganzen Lebens ist.
Jean Pauls "Selberlebensbeschreibung - Kindheitserinnerungen" ist keine lineare Lebenschronik, sondern eine poetisch reflektierte Erinnerungsprosa, in der frühe Eindrücke, familiäre Prägungen, Schul- und Naturerfahrungen zu einer Psychologie der Kindheit verdichtet werden. Der Text verbindet autobiographische Genauigkeit mit digressivem Witz, empfindsamer Innenschau und philosophischer Selbstbeobachtung; er steht damit zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Frühromantik und erläutert zugleich die Quellen von Jean Pauls späterer Erzählkunst. Jean Paul, geboren 1763 als Johann Paul Friedrich Richter in Wunsiedel, wuchs in kleinbürgerlich-protestantischen Verhältnissen auf, geprägt von Bildungsstreben, materieller Enge und intensiver Lektüre. Die Erfahrungen des Pfarrhauses, des Provinzlebens und einer oft prekären Jugend wurden für ihn zu einem lebenslangen ästhetischen Reservoir. Seine Neigung, das Komische mit dem Erhabenen und das Private mit dem Weltanschaulichen zu verbinden, erklärt den besonderen Ton dieser Selbstdeutung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Jean Paul nicht nur als humoristischen Romancier, sondern als genauen Analytiker des werdenden Ichs kennenlernen möchten. Es bietet einen konzentrierten Zugang zu seiner Bildwelt, seiner Sprachphantasie und seiner Vorstellung, dass Kindheit nicht bloß Ursprung, sondern geistige Landschaft des ganzen Lebens ist.
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