Shirley: Deutsche Ausgabe
Uitgelicht
|
20,30 |
Naar shop
|
|
20,30 |
Naar shop
|
|
20,30 |
Naar shop
|
Beschrijving
Bol
Charlotte Brontës "Shirley" entfaltet vor dem Hintergrund der industriellen Unruhen in Yorkshire während der Napoleonischen Kriege ein vielstimmiges Panorama von Arbeit, Kapital, Geschlecht und Gefühl. Der Roman verbindet sozialhistorische Beobachtung mit psychologischer Feinzeichnung und Elementen des Bildungs- und Liebesromans. Anders als "Jane Eyre" richtet er den Blick weniger auf eine einzelne Ich-Stimme als auf ein gesellschaftliches Gefüge, in dem Fabrikanten, Arbeiter, Geistliche und selbstbewusste Frauen um Handlungsmacht ringen. Brontë schrieb "Shirley" in den Jahren persönlicher Verluste, nach dem Tod ihrer Geschwister Branwell, Emily und Anne; diese Erfahrung von Vereinzelung und moralischer Prüfung durchzieht den Text. Zugleich schöpfte sie aus ihrer Kenntnis der Landschaft und Sozialstruktur des West Riding sowie aus historischen Erinnerungen an die Luddite-Aufstände. Die Figuren Shirley Keeldar und Caroline Helstone spiegeln unterschiedliche Möglichkeiten weiblicher Existenz in einer Ordnung, die Begabung und Begehren eng begrenzt. Empfohlen sei "Shirley" Leserinnen und Lesern, die den viktorianischen Roman nicht nur als Gefühlsliteratur, sondern als kluge Analyse gesellschaftlicher Modernisierung verstehen möchten. Das Buch belohnt Geduld mit reicher Charakterkunst, intellektueller Schärfe und einer bis heute aktuellen Frage: Wie lässt sich persönliche Freiheit inmitten ökonomischer und sozialer Zwänge behaupten?
Charlotte Brontës "Shirley" entfaltet vor dem Hintergrund der industriellen Unruhen in Yorkshire während der Napoleonischen Kriege ein vielstimmiges Panorama von Arbeit, Kapital, Geschlecht und Gefühl. Der Roman verbindet sozialhistorische Beobachtung mit psychologischer Feinzeichnung und Elementen des Bildungs- und Liebesromans. Anders als "Jane Eyre" richtet er den Blick weniger auf eine einzelne Ich-Stimme als auf ein gesellschaftliches Gefüge, in dem Fabrikanten, Arbeiter, Geistliche und selbstbewusste Frauen um Handlungsmacht ringen. Brontë schrieb "Shirley" in den Jahren persönlicher Verluste, nach dem Tod ihrer Geschwister Branwell, Emily und Anne; diese Erfahrung von Vereinzelung und moralischer Prüfung durchzieht den Text. Zugleich schöpfte sie aus ihrer Kenntnis der Landschaft und Sozialstruktur des West Riding sowie aus historischen Erinnerungen an die Luddite-Aufstände. Die Figuren Shirley Keeldar und Caroline Helstone spiegeln unterschiedliche Möglichkeiten weiblicher Existenz in einer Ordnung, die Begabung und Begehren eng begrenzt. Empfohlen sei "Shirley" Leserinnen und Lesern, die den viktorianischen Roman nicht nur als Gefühlsliteratur, sondern als kluge Analyse gesellschaftlicher Modernisierung verstehen möchten. Das Buch belohnt Geduld mit reicher Charakterkunst, intellektueller Schärfe und einer bis heute aktuellen Frage: Wie lässt sich persönliche Freiheit inmitten ökonomischer und sozialer Zwänge behaupten?