Simulatortechnologie für Ausbildungszwecke findet in vielen Branchen, insbesondere in der Luftfahrt, großen Anklang und wird häufig eingesetzt. In der Bahnbranche wird sie jedoch von ihren Hauptnutzern, den Lokführern, nicht gut angenommen und nicht in vollem Umfang genutzt. Ein ursprünglich von Pierre Bourdieu vorgeschlagener theoretischer Rahmen zur Analyse von Kultur, insbesondere seine Konzepte von Kapital, Feld und Habitus, wird herangezogen, um die Kompatibilität und den Einsatz des Simulators zu erklären. Das wichtigste Ergebnis dieser Studie ist, dass die Bahnindustrie mit der Simulatortechnologie für Schulungszwecke nicht kompatibel ist. Insbesondere lassen sich der beobachtete Einsatz und die Akzeptanz der Simulatortechnologie weitgehend durch die mit der Ausbildung verbundenen Werte und Einstellungen erklären. Zur Unterstützung der Beschreibung und Vorhersage technologischer Kompatibilität wurde ein Instrument namens "Capital x Capital y (CxCy) Culture Map" entwickelt. Dieses findet in verschiedenen industriellen Kontexten Anwendung.
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