Diese Studie untersucht die Auswirkungen des eingeschränkten Zugangs zu formellen Ernteversicherungen auf die Widerstandsfähigkeit und die Wertschöpfungsmöglichkeiten von Kleinbauern, die Sojabohnen anbauen, in der Ostprovinz Sambias. Da der Klimawandel Produktionsrisiken wie Dürren und Schädlingsbefall verschärft, gelten formelle Ernteversicherungen - insbesondere Wetterindexversicherungen (WII) - als wichtiges Instrument zur Risikominderung. Die Inanspruchnahme ist jedoch nach wie vor gering, weshalb im Rahmen dieser Studie die Hindernisse für die finanzielle Inklusion sowohl aus Nachfrage- als auch aus Angebotssicht untersucht werden. Methodik: 1) Quantitative Daten: Es wurden strukturierte Befragungen bei 200 Kleinbauern, die Soja anbauen, in sieben Distrikten der Ostprovinz durchgeführt. Die Daten wurden mithilfe des Statistikprogramms SPSS deskriptiv ausgewertet. 2) Qualitative Daten: Es wurden 15 Interviews mit Schlüsselinformanten geführt, darunter Vertreter von vier großen Versicherungsanbietern (Professional Insurance, Madison General, ZISC und Nico Insurance), und mittels thematischer Analyse ausgewertet. Wichtigste Ergebnisse: 1) Wissenslücke auf der Nachfrageseite: Erstaunliche 94 % der befragten Landwirte gaben an, keine Kenntnisse über formelle Ernteversicherungsprodukte zu haben 2) Datenengpässe auf der Angebotsseite: Die Versicherer sehen sich mit einem gravierenden Datenmangel konfrontiert.
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