Sozialpädagogische Kriseninterventionen bei delinquenten Jugendlichen

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Bol Partner In diesem Band wird ein sozialpädagogisches Interventionskonzept vorgestellt, das dem Anspruch der Verhaltenswirksamkeit bei Jugenddelinquenz gerecht werden soll. Dieses zentrale Anliegen ist aus der beruflichen Praxis des Autors als Leiter der Jugendberatungsstelle bei der Polizei in Halle entstanden. Dort wird bereits ein solches Konzept praktiziert, das bei delinquenten jungen Menschen sehr erfolgreich ist. Mittels einer qualitativen Forschungsstudie ist dieses Konzept nun wissenschaftlich hinterfragt und fundiert worden.Der Inhalt des Bandes geht allerdings weit darüber hinaus. Kernstück ist eine empirische Längsschnittstudie zu Verlaufsstrukturen von Jugenddelinquenz. 22 Jugendliche, die mehrere und zum Teil schwere Straftaten begangen hatten, wurden im Abstand von einem Jahr interviewt. Die biografische Rekonstruktion der Verlaufsstrukturen führt zu neuen interes-santen Einblicken in Wirkungszusammenhänge der Entwicklung und Überwindung delinquenter Episoden. Damit wird einem offenbar dringenden Bedarf an Wissen über Grundlagen und Methodik Erfolg versprechender Interventionen bei Jugenddelinquenz entsprochen. Die Überlegungen münden in ein Konzept und in methodische Faustregeln der pädagogischen Intervention.Abschließend wird am Beispiel von vier ausgewählten biografischen Portraits über die Wege berichtet, die Jugendliche in die Delinquenz und, falls ihnen das gelungen ist, wieder in ein "legales" Leben führen.Inhalt1. Einleitung2. Jugenddelinquenz und die Besinnung auf das Pädagogische2.1 Der Eigenwert des Pädagogischen in der Sozialen Arbeit2.2 Krise als Begriff der Sozialpädagogik2.3 Sozialpädagogik und soziale Kontrolle2.4 Biografieforschung zur Rückgewinnung des Pädagogischen2.5 Rekonstruktion von Verlaufsstrukturen2.6 Weiterer Verlauf der Darstellung3. Typische Handlungsmuster delinquenter Jugendlicher3.1 Konstruktion von Handlungstypen3.2 Jugendliche Handlungstypen in der weiteren Darstellung3.3 "Versichern" - Grundmuster des maskulin-orientierten Hand-lungstyps3.4 "Vergnügen" - Grundmuster des hedonistisch-orientierten Hand-lungstyps3.5 "Verbinden" - Grundmuster des familienorientierten Handlungs-typs3.6 "Verwirklichen" - Grundmuster des subjektorientierten Hand-lungstyps3.7 Entstigmatisierung der Jugenddelinquenz4. Typische Episoden der Jugenddelinquenz4.1 Vorgeschichten4.2 Phasen der Delinquenz bis zur Neuorientierung4.3 Neue Wege: Entscheidung über Konformität oder Rückfall4.4 Typische Reaktionsmuster auf Interventionen4.4.1 Grenzsetzungen und Strafen4.4.2 Unterstützungen4.5 Typusunabhängige Reaktionsmuster auf Unterstützungen4.6 Alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten4.7 Typische Verunsicherungen und Ängste4.8 Verlaufsstrukturen von Jugenddelinquenz - Gemeinsamkeiten und Unterschiede5. Der Sonderfall5.1 "Verzweifeln" - Daniels Verhaltensmuster5.2 Biografische Verlaufskurve5.3 "Wär schön, jeden Tag 'ne Tablette und jeden Tag dann ehrli-cher." - Reaktionsmuster auf Interventionen5.4 Fazit zur Verhaltenswirksamkeit6. Sinnkrisen und Delinquenz - Bewältigungstheoretische Auf-klärung und Ableitung des Interventionsanspruchs6.1 Wider das Stigma sozialer Abnormität6.2 Krisenhafte Verlaufskurven6.3 Identitätskrisen6.4 Jugendlicher Handlungstyp und das Wirksamwerden von Ver-laufskurvenpotenzial6.5 Verhaltenswirksamkeit von Interventionen6.6 Die "Kompetenzwippe"6.7 Modernisierungsverlierer - Ein sozialhistorischer Exkurs7. Interventions- und Beratungskonzept7.1 Umgang mit dem Interventionsparadox7.2 Schnelle Reaktion7.3 Pädagogischer Bezug und sein Kern: Trennung von Person und Delikt7.4 Angemessene Bewältigungshilfen7.5 Professionelles Leitbild7.6 Interventionsschritte und methodische Faustregeln7.7 Erfolgskontrolle und Gütekriterien7.8 Übungen zur Vermeidung grober Fehler in der Gesprächsführung8. Jugenddelinquenz im Spiegel biografischer Portraits8.1 "Arbeit spielt für mich eine sehr große Rolle" (Matthias, masku-lin-orientiert)8.2 "Es ist schwer heute jemanden zu finden, der dich so akzeptiert, wie du bist" (Mandy, maskulin-orientiert)8.3 "Sie ist wieder da, die Lust am Leben, die ich eigentlich voll-kommen verloren hatte" (Enrico, hedonistisch-orientiert)8.4 "Die Familie ist weg, so das war's eigentlich" (Andre, familien-orientiert)Schlussbemerkungen zum Stellenwert der KriseninterventionLiteratur

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In diesem Band wird ein sozialpädagogisches Interventionskonzept vorgestellt, das dem Anspruch der Verhaltenswirksamkeit bei Jugenddelinquenz gerecht werden soll. Dieses zentrale Anliegen ist aus der beruflichen Praxis des Autors als Leiter der Jugendberatungsstelle bei der Polizei in Halle entstanden. Dort wird bereits ein solches Konzept praktiziert, das bei delinquenten jungen Menschen sehr erfolgreich ist. Mittels einer qualitativen Forschungsstudie ist dieses Konzept nun wissenschaftlich hinterfragt und fundiert worden.Der Inhalt des Bandes geht allerdings weit darüber hinaus. Kernstück ist eine empirische Längsschnittstudie zu Verlaufsstrukturen von Jugenddelinquenz. 22 Jugendliche, die mehrere und zum Teil schwere Straftaten begangen hatten, wurden im Abstand von einem Jahr interviewt. Die biografische Rekonstruktion der Verlaufsstrukturen führt zu neuen interes-santen Einblicken in Wirkungszusammenhänge der Entwicklung und Überwindung delinquenter Episoden. Damit wird einem offenbar dringenden Bedarf an Wissen über Grundlagen und Methodik Erfolg versprechender Interventionen bei Jugenddelinquenz entsprochen. Die Überlegungen münden in ein Konzept und in methodische Faustregeln der pädagogischen Intervention.Abschließend wird am Beispiel von vier ausgewählten biografischen Portraits über die Wege berichtet, die Jugendliche in die Delinquenz und, falls ihnen das gelungen ist, wieder in ein "legales" Leben führen.Inhalt1. Einleitung2. Jugenddelinquenz und die Besinnung auf das Pädagogische2.1 Der Eigenwert des Pädagogischen in der Sozialen Arbeit2.2 Krise als Begriff der Sozialpädagogik2.3 Sozialpädagogik und soziale Kontrolle2.4 Biografieforschung zur Rückgewinnung des Pädagogischen2.5 Rekonstruktion von Verlaufsstrukturen2.6 Weiterer Verlauf der Darstellung3. Typische Handlungsmuster delinquenter Jugendlicher3.1 Konstruktion von Handlungstypen3.2 Jugendliche Handlungstypen in der weiteren Darstellung3.3 "Versichern" - Grundmuster des maskulin-orientierten Hand-lungstyps3.4 "Vergnügen" - Grundmuster des hedonistisch-orientierten Hand-lungstyps3.5 "Verbinden" - Grundmuster des familienorientierten Handlungs-typs3.6 "Verwirklichen" - Grundmuster des subjektorientierten Hand-lungstyps3.7 Entstigmatisierung der Jugenddelinquenz4. Typische Episoden der Jugenddelinquenz4.1 Vorgeschichten4.2 Phasen der Delinquenz bis zur Neuorientierung4.3 Neue Wege: Entscheidung über Konformität oder Rückfall4.4 Typische Reaktionsmuster auf Interventionen4.4.1 Grenzsetzungen und Strafen4.4.2 Unterstützungen4.5 Typusunabhängige Reaktionsmuster auf Unterstützungen4.6 Alters- und geschlechtsspezifische Besonderheiten4.7 Typische Verunsicherungen und Ängste4.8 Verlaufsstrukturen von Jugenddelinquenz - Gemeinsamkeiten und Unterschiede5. Der Sonderfall5.1 "Verzweifeln" - Daniels Verhaltensmuster5.2 Biografische Verlaufskurve5.3 "Wär schön, jeden Tag 'ne Tablette und jeden Tag dann ehrli-cher." - Reaktionsmuster auf Interventionen5.4 Fazit zur Verhaltenswirksamkeit6. Sinnkrisen und Delinquenz - Bewältigungstheoretische Auf-klärung und Ableitung des Interventionsanspruchs6.1 Wider das Stigma sozialer Abnormität6.2 Krisenhafte Verlaufskurven6.3 Identitätskrisen6.4 Jugendlicher Handlungstyp und das Wirksamwerden von Ver-laufskurvenpotenzial6.5 Verhaltenswirksamkeit von Interventionen6.6 Die "Kompetenzwippe"6.7 Modernisierungsverlierer - Ein sozialhistorischer Exkurs7. Interventions- und Beratungskonzept7.1 Umgang mit dem Interventionsparadox7.2 Schnelle Reaktion7.3 Pädagogischer Bezug und sein Kern: Trennung von Person und Delikt7.4 Angemessene Bewältigungshilfen7.5 Professionelles Leitbild7.6 Interventionsschritte und methodische Faustregeln7.7 Erfolgskontrolle und Gütekriterien7.8 Übungen zur Vermeidung grober Fehler in der Gesprächsführung8. Jugenddelinquenz im Spiegel biografischer Portraits8.1 "Arbeit spielt für mich eine sehr große Rolle" (Matthias, masku-lin-orientiert)8.2 "Es ist schwer heute jemanden zu finden, der dich so akzeptiert, wie du bist" (Mandy, maskulin-orientiert)8.3 "Sie ist wieder da, die Lust am Leben, die ich eigentlich voll-kommen verloren hatte" (Enrico, hedonistisch-orientiert)8.4 "Die Familie ist weg, so das war's eigentlich" (Andre, familien-orientiert)Schlussbemerkungen zum Stellenwert der KriseninterventionLiteratur


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  • 9783779913139
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