Ziel dieses Buches ist es, die neuen Formen des Spiels und der Spiele in der heutigen Gesellschaft aus der Sicht der Psychoanalyse zu erörtern, einer Konsumgesellschaft, die durch Werbung und Fernsehen in der Kultur des Spektakels beeinflusst wird. Neben dem Zwang zum Glücklichsein und zur Unmittelbarkeit beherrscht das Bedürfnis nach Leistung und Effizienz das Leben der Bürger, einschließlich der Kinder. Die neue Logik des gesellschaftlichen Lebens ordnet die Menschen hierarchisch nach ihren Konsummöglichkeiten und nimmt der Kindheit das Recht auf Authentizität und Freiheit. Für die psychoanalytische Grundlage des Spiels stütze ich mich auf Sigmund Freud, D.W. Winnicott und Jacques Lacan. Ich nähere mich dem Subjekt, das im Übergang von der modernen Produktionsgesellschaft zur postmodernen Konsumgesellschaft Vollständigkeit im Erwerb von Objekten sucht, wodurch die Fähigkeit zum Begehren, Spielen und Fantasieren ausgelöscht wird. Um diesen kulturellen Wandel zu veranschaulichen, analysiere ich einige Spiele und das heute vorherrschende Modell von Kinderfesten, die dann mit anderen, traditionelleren Formen des Feierns verglichen werden.
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