Wie kann man mit Jugendlichen über Sexualerziehung sprechen, ohne Unbehagen zu erzeugen, und gleichzeitig die kulturellen Werte Afrikas respektieren? Angesichts der Polemik und der Tabus taucht ein Weg mit Nachdruck auf: die Pädagogik durch Spiele. Dieses Buch ist das Ergebnis einer Untersuchung, die in Benin am Collège Catholique Monseigneur Isidore de Souza (CCMIS) in Ouidah durchgeführt wurde. Die Autorin untersuchte dort die Auswirkungen spielerischer Methoden (Rollenspiele, Quiz, anonymer Fragekasten) auf Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse, die den Kurs "Affektive Erziehung" belegten. Das Spiel ist keineswegs nur Unterhaltung, sondern erweist sich hier als ein mächtiges pädagogisches Instrument, das die Klasse verändert. Die Ergebnisse sind eindeutig: Das Spiel verbessert die Lehrer-Schüler-Beziehung, erleichtert den oft schwierigen Familiendialog über intime Themen und fördert wichtige sozio-emotionale Fähigkeiten wie Empathie und den Umgang mit Emotionen. Anhand von Erfahrungsberichten, statistischen Analysen und Feldbeobachtungen zeigt dieses Buch, dass das Spiel ein Hebel für Innovationen ist, der in der Lage ist, pädagogische Modernität und kulturelle Verankerung miteinander zu versöhnen.
AmazonPagina's: 112, Paperback, Verlag Unser Wissen
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