Stoffwechselstörungen der Kieferknochen umfassen eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen systemische Veränderungen des Mineralstoffwechsels, des Hormonhaushalts und der Knochenumbauprozesse die Struktur und Funktion von Ober- und Unterkiefer beeinträchtigen. Die Kiefer sind hochdynamische Knochen, die aufgrund von Kauvorgängen, Zahndurchbruch und funktioneller Belastung ständig umgebaut werden und daher besonders empfindlich auf Stoffwechselstörungen reagieren. Erkrankungen, die mit der Kalzium-, Phosphat-, Vitamin-D- und endokrinen Regulation zusammenhängen, können zu Veränderungen der Knochendichte, verzögerter Heilung, veränderter Zahnunterstützung und charakteristischen Röntgenbildern führen. Klinisch können sich Patienten mit einer Vergrößerung des Kiefers, Schmerzen, Zahnmobilität oder zufälligen Befunden bei einer zahnärztlichen Routineuntersuchung vorstellen. Aus pathologischer Sicht ist das Verständnis der zugrundeliegenden Stoffwechselmechanismen entscheidend für die Unterscheidung dieser Erkrankungen von entzündlichen oder neoplastischen Erkrankungen. Die frühzeitige Erkennung durch die Zahnärzte spielt eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung damit verbundener systemischer Erkrankungen und der Planung einer sicheren zahnärztlichen Behandlung.
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