Stopfkuchen: Eine See und Mordgeschichte: Krimi Klassiker
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Beschrijving
Bol
Stopfkuchen: Eine See- und Mordgeschichte entfaltet, unter dem ironischen Versprechen von Abenteuer und Kriminalfall, eine der subtilsten Erzählungen des poetischen Realismus. Der aus Übersee heimkehrende Eduard berichtet von seinem Jugendfreund Heinrich Schaumann, genannt Stopfkuchen, dessen behäbige Außenseiterexistenz sich als geistig wache Gegenmacht zur dörflichen Urteilsgemeinschaft erweist. Um einen alten Mordverdacht, verdrängte Schuld und trügerische Erinnerungen entwickelt Raabe ein kunstvoll verschachteltes Spiel von Bericht, Rückblick und Enthüllung, in dem Seefahrt weniger Handlung als Perspektive bedeutet: die Distanz, aus der Heimat, Moral und Geschichte neu lesbar werden. Wilhelm Raabe (1831-1910), einer der bedeutenden Erzähler des deutschen Realismus, verband genaue Milieubeobachtung mit skeptischer Geschichtsdeutung. Seine Erfahrungen in bürgerlichen, kleinstädtischen und intellektuellen Lebenswelten, sein Interesse an Randfiguren sowie sein Misstrauen gegenüber Fortschrittsrhetorik prägen diesen späten Roman. In Stopfkuchen verdichtet Raabe lebenslang verfolgte Fragen: Wie entstehen öffentliche Wahrheiten? Wer darf erzählen? Und welche Würde besitzt der scheinbar Unbedeutende? Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Kriminalspannung nicht als bloßes Rätsel, sondern als Erkenntnisform schätzen. Raabes Roman belohnt geduldige Lektüre mit sprachlicher Ironie, psychologischer Feinheit und einer erstaunlich modernen Reflexion über Erinnerung, Macht und Gerechtigkeit.
Stopfkuchen: Eine See- und Mordgeschichte entfaltet, unter dem ironischen Versprechen von Abenteuer und Kriminalfall, eine der subtilsten Erzählungen des poetischen Realismus. Der aus Übersee heimkehrende Eduard berichtet von seinem Jugendfreund Heinrich Schaumann, genannt Stopfkuchen, dessen behäbige Außenseiterexistenz sich als geistig wache Gegenmacht zur dörflichen Urteilsgemeinschaft erweist. Um einen alten Mordverdacht, verdrängte Schuld und trügerische Erinnerungen entwickelt Raabe ein kunstvoll verschachteltes Spiel von Bericht, Rückblick und Enthüllung, in dem Seefahrt weniger Handlung als Perspektive bedeutet: die Distanz, aus der Heimat, Moral und Geschichte neu lesbar werden. Wilhelm Raabe (1831-1910), einer der bedeutenden Erzähler des deutschen Realismus, verband genaue Milieubeobachtung mit skeptischer Geschichtsdeutung. Seine Erfahrungen in bürgerlichen, kleinstädtischen und intellektuellen Lebenswelten, sein Interesse an Randfiguren sowie sein Misstrauen gegenüber Fortschrittsrhetorik prägen diesen späten Roman. In Stopfkuchen verdichtet Raabe lebenslang verfolgte Fragen: Wie entstehen öffentliche Wahrheiten? Wer darf erzählen? Und welche Würde besitzt der scheinbar Unbedeutende? Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Kriminalspannung nicht als bloßes Rätsel, sondern als Erkenntnisform schätzen. Raabes Roman belohnt geduldige Lektüre mit sprachlicher Ironie, psychologischer Feinheit und einer erstaunlich modernen Reflexion über Erinnerung, Macht und Gerechtigkeit.
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