Tag und Nachtgeschichten: Novellensammlung
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Beschrijving
Bol
Tag- und Nachtgeschichten versammelt Erzählungen, in denen Guy de Maupassant die sichtbare Ordnung des bürgerlichen Alltags mit den Schattenzonen von Begierde, Angst, Zufall und sozialer Grausamkeit konfrontiert. In knapper, präziser Prosa entfalten sich Szenen aus Provinz, Paris, Kriegserinnerung und häuslicher Intimität; oft genügt eine beiläufige Beobachtung, um eine ganze Existenz zu erhellen oder zu zerstören. Der Band steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus, doch Maupassants Kunst überschreitet bloße Milieustudie durch psychologische Verdichtung und ironische Pointe. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, wurde entscheidend von Flauberts Formstrenge geprägt und durch Erfahrungen des Deutsch-Französischen Krieges, journalistische Arbeit sowie genaue Kenntnis verschiedener sozialer Milieus geschärft. Seine Erzählkunst speist sich aus Skepsis gegenüber moralischen Konventionen, aus medizinisch-zeitgenössischem Interesse an Nerven, Wahn und Vererbung sowie aus einer unerbittlichen Beobachtung menschlicher Selbsttäuschung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die kurze Prosa von hoher gedanklicher Dichte schätzen. Tag- und Nachtgeschichten bietet keine beruhigende Weltdeutung, sondern glänzend komponierte Miniaturen über Macht, Einsamkeit und Begehren. Wer Maupassant kennenlernen oder seine Meisterschaft im Erzählen neu prüfen möchte, findet hier einen exemplarischen Zugang.
Tag- und Nachtgeschichten versammelt Erzählungen, in denen Guy de Maupassant die sichtbare Ordnung des bürgerlichen Alltags mit den Schattenzonen von Begierde, Angst, Zufall und sozialer Grausamkeit konfrontiert. In knapper, präziser Prosa entfalten sich Szenen aus Provinz, Paris, Kriegserinnerung und häuslicher Intimität; oft genügt eine beiläufige Beobachtung, um eine ganze Existenz zu erhellen oder zu zerstören. Der Band steht im Kontext des französischen Realismus und Naturalismus, doch Maupassants Kunst überschreitet bloße Milieustudie durch psychologische Verdichtung und ironische Pointe. Maupassant, 1850 in der Normandie geboren, wurde entscheidend von Flauberts Formstrenge geprägt und durch Erfahrungen des Deutsch-Französischen Krieges, journalistische Arbeit sowie genaue Kenntnis verschiedener sozialer Milieus geschärft. Seine Erzählkunst speist sich aus Skepsis gegenüber moralischen Konventionen, aus medizinisch-zeitgenössischem Interesse an Nerven, Wahn und Vererbung sowie aus einer unerbittlichen Beobachtung menschlicher Selbsttäuschung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die kurze Prosa von hoher gedanklicher Dichte schätzen. Tag- und Nachtgeschichten bietet keine beruhigende Weltdeutung, sondern glänzend komponierte Miniaturen über Macht, Einsamkeit und Begehren. Wer Maupassant kennenlernen oder seine Meisterschaft im Erzählen neu prüfen möchte, findet hier einen exemplarischen Zugang.
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