In akuten Bioassays zeigte die Mündungsmuschel Meretrix meretrix bei Exposition gegenüber dem synthetischen Pyrethroid Cypermethrin je nach Konzentration unterschiedliche Verhaltensstörungen. Bei höheren Konzentrationen wiesen die Muscheln einen geschwächten Gesundheitszustand auf. In der vorliegenden Studie wurde festgestellt, dass physikalisch-chemische Parameter wie Temperatur, pH-Wert und Salinität des Wassers ebenfalls die Toxizität von Cypermethrin für die Mündungsmuscheln beeinflussten. Nach akuter Exposition gegenüber Cypermethrin stieg die Sauerstoffverbrauchsrate im Zeitraum von 12 bis 48 Stunden an. Dieser Anstieg war sowohl bei subletalen als auch bei letalen Konzentrationen zu beobachten. In der LC50-Gruppe war ein deutlicher Anstieg festzustellen. Die Stoffwechselaktivität der Muscheln deutete darauf hin, dass biochemische Energie genutzt wurde, um dem toxischen Stress entgegenzuwirken. Nach akuter Exposition gegenüber Cypermethrin zeigten die Muscheln bemerkenswerte Veränderungen in der biochemischen Zusammensetzung, d. h. im Gesamtgehalt an Glykogen, Proteinen und Lipiden in verschiedenen Geweben wie Kiemen, Fuß, Mantel, Hepatopankreas sowie männlichen und weiblichen Gonaden. Der Proteingehalt war in der LC0-Gruppe im Mantel und im Fuß verringert. In der LC50-Gruppe war der Proteingehalt im Mantel, im Fuß, in den männlichen Gonaden und in den weiblichen Gonaden verringert.
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