Und Friede auf Erden
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Beschrijving
Bol
"Und Friede auf Erden" gehört zu Karl Mays spätem, programmatisch pazifistischem Werk. Der Roman verbindet Reiseerzählung, Missionskritik und moralphilosophische Reflexion: Schauplätze in Ostasien und Begegnungen zwischen Europäern und Chinesen werden genutzt, um religiöse Toleranz, Völkerverständigung und die Überwindung kolonialer Überheblichkeit zu erörtern. Der Stil ist weniger der dramatischen Abenteuerhandlung als einer symbolisch aufgeladenen, predigthaft-essayistischen Prosa verpflichtet; im literarischen Kontext markiert das Buch Mays Übergang vom populären Exotismus zur ethischen Weltanschauungsliteratur. Karl May (1842-1912) schrieb diesen Roman nach Jahrzehnten außerordentlichen Publikumserfolgs, aber auch nach persönlichen Krisen, Prozessen und wachsender öffentlicher Anfeindung. Seine Biographie - soziale Herkunft, Haftjahre, autodidaktische Bildung und die späte Orientreise von 1899/1900 - schärfte sein Interesse an Schuld, Läuterung und geistiger Versöhnung. Gerade aus der Erfahrung, missverstanden und moralisch angegriffen zu werden, erwuchs sein Wunsch, Literatur als Instrument friedlicher Verständigung zu begreifen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Karl May jenseits von Winnetou und Old Shatterhand entdecken möchten. Es bietet keine bloße Unterhaltung, sondern ein historisch aufschlussreiches Dokument europäischer Friedenssehnsucht um 1900 und bleibt als Plädoyer gegen Fanatismus, Rassismus und Gewalt bemerkenswert aktuell.
"Und Friede auf Erden" gehört zu Karl Mays spätem, programmatisch pazifistischem Werk. Der Roman verbindet Reiseerzählung, Missionskritik und moralphilosophische Reflexion: Schauplätze in Ostasien und Begegnungen zwischen Europäern und Chinesen werden genutzt, um religiöse Toleranz, Völkerverständigung und die Überwindung kolonialer Überheblichkeit zu erörtern. Der Stil ist weniger der dramatischen Abenteuerhandlung als einer symbolisch aufgeladenen, predigthaft-essayistischen Prosa verpflichtet; im literarischen Kontext markiert das Buch Mays Übergang vom populären Exotismus zur ethischen Weltanschauungsliteratur. Karl May (1842-1912) schrieb diesen Roman nach Jahrzehnten außerordentlichen Publikumserfolgs, aber auch nach persönlichen Krisen, Prozessen und wachsender öffentlicher Anfeindung. Seine Biographie - soziale Herkunft, Haftjahre, autodidaktische Bildung und die späte Orientreise von 1899/1900 - schärfte sein Interesse an Schuld, Läuterung und geistiger Versöhnung. Gerade aus der Erfahrung, missverstanden und moralisch angegriffen zu werden, erwuchs sein Wunsch, Literatur als Instrument friedlicher Verständigung zu begreifen. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die Karl May jenseits von Winnetou und Old Shatterhand entdecken möchten. Es bietet keine bloße Unterhaltung, sondern ein historisch aufschlussreiches Dokument europäischer Friedenssehnsucht um 1900 und bleibt als Plädoyer gegen Fanatismus, Rassismus und Gewalt bemerkenswert aktuell.